Nachrichten aus Psychiatrie und Selbsthilfe

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14.11.2003, Jahrestagung in Rostock
16.02.2004


TAGUNGSBERICHT

PRESSEMITTEILUNG

Neue Therapiekonzepte bei psychischen Erkrankungen

Mehr Wissen, weniger Vorurteile, bessere Behandlungserfolge


KPP



Gemeinsame Jahrestagung
Freitag, 14. November 2003



Tagungsvorsitz
Prof. Dr. med. Sabine Herpertz

LApK M-V e.V.
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für Nervenheilkunde
Landesverband Psychiatrie-Erfahrener M-V e.V.
Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN M-V)
Landesverband Psychosozialer Hilfsvereine M-V e.V.
Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V.




Sehr gehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

um der bestehenden Stigmatisierung psychisch kranker Menschen entgegenzuwirken, haben Verbände aus Psychiatrie und Selbsthilfe und die Universität Rostock, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, diese Jahrestagung initiiert. Die einführende Darstellung der typischen Krankheitsbilder Schizophrenie und bipolare Störungen (manisch-depressive Erkrankung) dient vor allem dazu, neue Therapiekonzepte vorzustellen - sowie die Fortbildung der psychiatrisch Tätigen im ambulanten und stationären Bereich sowie die Aufklärung der Öffentlichkeit mit zu unterstützen.

In Deutschland erkranken etwa 800 000 Menschen mindestens einmal im Leben an Schizophrenie - immerhin ein Prozent der Bevölkerung. Etwa 10 bis 15 Prozent der Betroffenen begehen Suizid. Neue Therapiekonzepte, wie die Psychoedukation in Verbindung mit modernen Medikamenten, erhöhen die Heilungschancen und verbessern die Reintegration psychisch kranker Menschen in die Gesellschaft.

Nach neuesten Untersuchungen erleiden bis zu fünf Prozent aller Erwachsenen einmal in ihrem Leben bipolare Stimmungsstörungen. Mindestens 30 Prozent der Betroffenen unternehmen einen Suizidversuch, 15 Prozent versterben am Suizid. Diese häufig vorkommende Erkrankung wird oft zu spät diagnostiziert.

Höhepunkt der Tagung ist die Podiumsdiskussion zu der Frage: Wie lassen sich Klischees, Vorurteile und Wissenslücken am besten ausräumen? Die von dem Leipziger Verein Irrsinnig Menschlich e.V. aufgestellte These: "Will man Denkansätze und soziale Kompetenz erweitern, muss man bei jungen Menschen beginnen, denn sie sind neugierig und offen..." dürfte für Betroffene, Angehörige sowie für Vertreter aus Politik, Kommunen, Verbänden, Krankenkassen und Psychiatrie von besonderem Interesse sein.

Zu unserer Veranstaltung laden wir Sie
ganz herzlich nach Rostock ein.


Prof. Dr. med. Sabine Herpertz

(k.) Direktorin
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
am Zentrum für Nervenheilkunde, Universität Rostock
10.00 Uhr - Begrüßung und Grusswort

Prof. Dr. med. Sabine Herpertz, Direktorin Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für Nervenheilkunde, Universität Rostock

"Quo vadis, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für Nervenheilkunde, Universität Rostock?"

Referentin: Prof. Dr. med. Sabine Herpertz
(anschließend Wortmeldungen)

10.30 Uhr - "Neue Therapieverfahren bei schizophrenen Erkrankungen"

Referentin: Dr. med. Ulrike Lemke, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für Nervenheilkunde, Universität Rostock
(anschließend Wortmeldungen)

11.30 Uhr - "Zwischen zwei gegensätzlichen Polen, rauf und runter: Bipolare Störungen - Depression und Manie. Neue Verfahren in Diagnose und Therapie."

Referent: PD Dr. med. Hans-Jörg Grabe, Leitender OA, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Greifswald am Klinikum Stralsund (anschließend Wortmeldungen)

Moderation: Dr. Manuela Richter-Werling

12.30 Uhr - Mittagspause

13.30 Uhr - Podiumsdiskussion

"Zwischen Stigma und Integration – Das Bild psychisch Kranker, ihrer Angehörigen und der Psychiatrie in der Öffentlichkeit."

Impulsvortrag: "Verrückt? Na und!" – das Schulprojekt von Irrsinnig Menschlich e.V. – Verein für Öffentlichkeitsarbeit in der Psychiatrie

Referentin: Dr. Manuela Richter-Werling

14.00 Uhr - Anschließend Podiumsdiskussion mit Gästen aus Poltik, Psychiatrie, Selbsthilfe und Verbänden.

15.00 Uhr - Ausblick, Verabschiedung

Moderation: Roland Hartig


HINWEIS für Angehörige

15.15 bis 16.30 Uhr: Jahresversammlung des LApK M-V


VERANSTALTUNGSORT: Universität Rostock, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Zentrum für Nervenheilkunde, (Hörsaal) Gehlsheimer Str. 20, 18147 Rostock-Gehlsdorf, Tel. 0381 - 494 9501 (Sekretariat)




PRESSEMITTEILUNG

Großes Interesse an Aufklärungsveranstaltung in Rostock

(naps). Am 14. November findet von 10 bis 15 Uhr im Zentrum für Nervenheilkunde der Universität Rostock in Gehlsdorf eine öffentliche Jahrestagung zum Thema "Neue Therapiekonzepte bei psychischen Erkrankungen - Mehr Wissen, weniger Vorurteile, bessere Behandlungserfolge" statt. Initiiert wurde die Veranstaltung durch Verbände aus Psychiatrie und Selbsthilfe und die Universität Rostock, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, um der bestehenden Stigmatisierung psychisch kranker Menschen entgegenzuwirken. Eingeladene Referenten informieren über Therapiemöglichkeiten bei schizophrenen und manisch-depressiven Erkrankungen. Die anschließende Podiumsdiskussion "Zwischen Stigma und Integration - Das Bild psychisch Kranker, ihrer Angehörigen und der Psychiatrie in der Öffentlichkeit" eröffnet Dr. Manuela Richter-Werling mit dem Vortrag "Verrückt? Na und!" - das Schulprojekt von Irrsinnig Menschlich e.V. Nach den Vorstellungen der Selbsthilfeverbände sollen die Leipziger Erfahrungen auch in Mecklenburg-Vorpommern Schule machen. Das Interesse für diese Veranstaltung ist groß. Angemeldet haben sich über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Leider sind keine Plätze mehr frei.


Hinweise für Medienvertreter: Pressegespräch von 13.00 - 13.30 Uhr (Veranstaltungstag, 14.11.03)

Auskunft geben die Referenten und Podiumsgäste: Prof. Dr. med. Sabine Herpertz, Direktorin Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für Nervenheilkunde, Universität Rostock / Frank Anders (Schwerin), Kultusministerium, Abgeordneter Schulleiter einer Schule für Erziehungsschwierige mit Klinikanteil Psychiatrie u. Psychotherapie / Dr. med. Frank Unger (Rostock), Berufsverband Deutscher Nervenärzte, Vorsitzender Landesverband BDN M-V / Ulrike Schob, Vorsitzende Familien-Selbsthilfe Psychiatrie, LV M-V der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V. / Wolfgang Mundt, Koordinator LV Psychiatrie-Erfahrener M-V e.V. / Dr. Manuela Richter-Werling, "Irrsinnig-Menschlich e.V." Verein für Öffentlichkeitsarbeit in der Psychiatrie, Leipzig / Sandra Rieck (Wismar), LV Psychosozialer Hilfsvereine e.V. / Niels Müller, Schule am Fischerdorf (Rostock), Fachgruppe GEW Sonderpädagogische Berufe.



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