Lichtblick-Porträt
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Immer wieder hörten sie: "Computer und Internet - viel zu kompliziert, zu teuer! Was wollen wir damit?" Ulrike Schob, Vorsitzende des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V., Koordinator Roland Hartig und Webmaster Thomas Greve ließen nicht locker, bekamen Rat und Hilfe von der Online-Redakteurin Marianne Kestler. Gemeinsam organisierten sie 1999 in Rostock ein Internet-Seminar - das war die Geburtsstunde für den "Lichtblick-Newsletter".
Ihr Motiv: Mit den Phänomenen "Stigma" und "verrufene Krankheit" müssen sich vor allem Menschen mit einer psychischen Erkrankung und ihre Angehörigen herumschlagen. Damals wie heute ein gewichtiger Grund gezielt Aufmerksamkeit zu wecken - und damit mehr Verständnis für das "Leiden der Seele".
Inzwischen ist das ehrenamtliche Online-Projekt mit "Nachrichten aus Psychiatrie und Selbsthilfe" flügge geworden. Mindestens zweimal im Monat informiert der kostenlose "Lichtblick-newsletter" per E-Mail, was es Neues gibt. Der Rundbrief erreicht bis heute über 1500 Menschen. Verwandte psychisch Kranker, aber auch die Betroffenen selbst werden auf den Webseiten zusätzlich mit Anhaltspunkten zur Bewältigung ihres Alltages versorgt. So helfen Beschreibungen, Kontaktadressen und sortierte Link-Listen bei der Suche nach Ansprechpartnern weiter. Zudem steht die Printausgabe "Lichtblick" als eBook zum Download bereit. Die Website konnte am 1. Juni 2003 den 87.967 Besucher begrüßen.
Am 17. Juni 2003 ist der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V. im Rahmen eines Presseworkshops in Düsseldorf mit dem erstmals verliehenen Antistigma-Förderpreis des Vereins "Open The Doors" e.V. und der Firma Sanofi-Synthelabo ausgezeichnet worden. Der Angehörigenverband erhielt den mit 2500 Euro dotierten Preis für sein engagiertes Internet-Projekt »Lichtblick-Newsletter«. Bei der Preisübergabe erklärte Professor Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Vereins "Open The Doors" e.V., und Ärztlicher Direktor der Rheinischen Kliniken Düsseldorf, Klinik der Heinrich-Heine-Universität: "Die Arbeit des Vereins ist ein wichtiger Bestandteil zur Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen und der Psychiatrie allgemein. Die Mitglieder leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Heilungschancen für psychiatrische Patienten. Dies gilt es, tatkräftig zu unterstützen." - Dieser Preis würdigt alle, so Rita Zastrow vom Angehörigenverband, die unser Projekt in den letzten Jahren mitgetragen haben.
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