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Ob ein Ereignis zur Nachricht wird, bestimmen die Redakteure. Täglich basteln sie an Seiten, Rubriken, Rundfunk- oder Fernsehsendungen. Aufgrund der Informationsflut müssen sie eine Auswahl treffen! Dabei spielen journalistische, aber auch subjektive Kriterien eine Rolle.
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Was ist Öffentlichkeitsarbeit? |
Öffentlichkeitsarbeit (ÖA) oder auch Public Relations (PR) kann nicht neutral sein. Allerdings, wer die Thematik seines Verbandes oder seiner Selbsthilfegruppe publik macht, praktisch versucht, eigene Inhalte und Ziele in die Öffentlichkeit zu stellen, sollte sich um eine journalistische Darstellungsform bemühen. Bereits eine gute Pressemitteilung kann dem Papierkorb entwischen - und als Meldung erscheinen, wie das Beispiel in der Animation (oben) zeigt. Journalisten sind neugierig! Sie fragen sich, warum und mit welchen Interessen bestimmte Informationen zur Verfügung gestellt werden. Ob es sich für den Redakteur lohnt, die Informationsquelle "Öffentlichkeitsarbeit" anzuzapfen, hängt von der Bedeutung, Gültigkeit und Verstehbarkeit der Beiträge ab. Gute Öffentlichkeitsarbeit befördert den Austausch.
Abstract
... um eigene Interessen in der Öffentlichkeit zu vertreten
... Informationsquelle für Journalisten
... befördert den Austausch, ÖA ist keine Einbahnstraße
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Was will Öffentlichkeitsarbeit? |
Öffentlichkeitsarbeit soll aufklären, informieren und motivieren. Dahinter muss ein Konzept stehen. Zum Beispiel: was wollen wir mit der Selbsthilfe heute und langfristig erreichen und warum engagieren wir uns im Verband oder in der Gruppe? Öffentlichkeitsarbeit schafft Vertrauen, Verständnis und "Goodwill" für das «Produkt» SELBSTHILFE. Öffentlichkeitsarbeit pflegt das Image, steigert den Bekanntheitsgrad, regt Diskussionen an, wirkt auf die öffentliche Meinung ein, hilft Vorurteile gegen psychisch kranke Menschen abzubauen. Hauptziel ist die Sicherung und Unterstützung des Erfolgs.
Abstract
... Sicherung und Unterstützung des Erfolgs
... Vertrauen, Verständnis und "Goodwill" schaffen
... Bekanntheitsgrad erhöhen
... aufklären, informieren, mitreden, motivieren
... Vorurteile abbauen
... gegen Stigma und Diskriminierung angehen
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Wer ist Ansprechpartner bei Öffentlichkeitsarbeit? |
In der Regel sind es die Medien vor Ort: Tageszeitung, Regionalsender, Amtsblätter, Anzeigenblätter, Agenturen. Aber auch das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten für Kontakte: Agenturen, Communities, Chat-Foren, Gesundheitsportale, private Webseiten, Newsgroups, Newsletter usw.
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Welche Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit gibt es? (Auswahl) |
Pressemitteilung (Presseinformation)
Die Pressemitteilung erreicht auf kürzestem Weg (Post, Fax, E-Mail) die Journalisten. Es gibt weniger Missverständnisse als über das gesprochene Wort. Eine schriftliche Mitteilung ermöglicht ein intensiveres Beschäftigen. Außerdem bleiben gelesene Informationen länger im Gedächtnis.
Nachteil: Es besteht keine Garantie für eine Veröffentlichung.
Stellungnahme: Kommentar, offener Brief, Unterschriftenaktion
Vereinszeitung, Faltblatt (Flyer), Handzettel
Pressekonferenz, Pressegespräch, Fototermin
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Welche Formen der Öffentlichkeitsarbei sind (bei der Presse) möglich? |
Ankündigung
Meldung/Nachricht
Bericht
Interview
Reportage/Feature
Leserbrief
Hinweise zum Interview: Oft nutzen Journalisten das Interview nur für die Recherche. Die so erworbenen Informationen finden dann, falls sie bedeutsam sind, verpackt in Meldungen ihren Platz. Ob ein Interview als journalistische Darstellungsform in der Berichterstattung auftaucht, hängt insbesondere von der aufgedeckten Schlagzeile ab. Die von einem Reporter gestellten Brennpunktfragen zu einem aktuellen Thema und die provokante Haltung des Interviewten, fordern geradezu die Veröffentlichung heraus. Wichtig: Es besteht kein Recht auf Revision eines einmal gegebenen Interviews. Erfahrene Journalisten tun dies nur in Ausnahmefällen, z.B. bei kniffligen Themen. Von dem Gesprächspartner erwarten sie, dass er sich auf "Vorschläge" und "sachliche Berichtigungen" beschränkt.
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Die sechs berühmten W-Fragen |
Auf Sorgfalt und Genauigkeit kommt es beim Verfassen einer Meldung, einer Nachricht oder eines Berichtes an. Bei diesen journalistischen Darstellungsformen geht es um die klare Beantwortung der sechs berühmten W-Fragen. Derartige Fragen können natürlich auch auf jeden Text angewendet werden, also auch auf eine Pressemitteilung eines Verbandes oder Selbsthilfegruppe.
Die W-Fragen, das Gerüst für eine Meldung!
Wer genau hat was eigentlich wann und wo veranlaßt/durchgeführt/erlebt/angekündigt/ usw.?
| 1. |
WER ... |
tut etwas? |
|
eindeutig |
| 2. |
WAS ... |
geschieht? |
|
eindeutig |
| 3. |
WANN ... |
ereignet es sich? |
|
eindeutig |
| 4. |
WO ... |
passiert es? |
|
eindeutig |
| 5. |
WIE ... |
kommt es dazu? |
Art und Weise, Umstände und Motive |
schwierig |
| 6. |
WARUM ... |
kommt es dazu? |
Ursache und Wirkung, Absicht und Ziel |
schwierig |
TIPPs zum Verfassen einer Pressemitteilung
| 1. |
Um WAS geht es in der Pressemitteilung? |
| 2. |
WANN wird sich etwas ereignen / hat sich etwas ereignet? |
| 3. |
WER ist dabei / war dabei / hat etwas wichtiges zu sagen? |
| 4. |
WO hat sich etwas ereignet / wird sich etwas ereignen? |
| 5. |
WIE und WARUM wird es sich ereignen / hat es sich ereignet |
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Wie mache ich Öffentlichkeitsarbeit? |
Sie brauchen einen Journalisten, der zwischen Selbsthilfe und Bezugspersonen (z.B. Angehörige, Patienten, Ärzte, Sozialarbeiter) vermittelt. In der Regel arbeiten Redakteure festangestellt. Sie tragen für die meisten Inhalte ihrer Werke, z.B. Seiten, Rubriken, Aktionen (Umfrage, Veranstaltung), Film- und Tonbeiträge medienrechtlich und publizistisch die Verantwortung. Aber auch der Kontakt zu den "Freien" (freiberuflich Tätigen), die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben, erscheint sinnvoll. Viele "Freie" müssen sich nicht auf ein Medium festlegen, sie arbeiten für Zeitungen, fürs Radio, Internet und die Fernsehproduktion. Nicht selten verfügt der freie Medienarbeiter über einen Informationsvorsprung.
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Tipps zum Umgang mit Journalisten |
Beachten Sie die Arbeitsbedingungen. Täglich schreibt ein Journalist durchschnittlich 5 bis 20 kürzere und längere Artikel. Löchern Sie ihn nicht mit unzähligen Nachfragen. Ihre eigene Verlässlichkeit ist entscheidend.
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Wie bereite ich Pressetexte journalistisch auf? |
kurz, verständlich, nicht für den Fachmann schreiben
möglichst mit Computer oder Schreibmaschine
übersichtlich
zitierfähige Aussagen mit Angabe, wer zitiert wurde
keine Fremdwörter
Abkürzungen erklären
aktiv, nicht passiv (bei "wurde durchgeführt" sträuben sich einem guten Journalisten die Haare)
Vollständigkeit
Vor- und Zunahme mit Funktion
einprägsame Gestaltung (Briefkopf, Logo) mit genauer Angabe des Ansprechpartners
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Wann Öffentlichkeitsarbeit? |
Relevanz der Anlässe für Pressemitteilung
Auf Medium abstimmen
Aktuelle Ereignisse (Gesundheitsreform, Pflegeversicherung, Krankenkasse streicht Gelder für Selbsthilfe)
Neuerungen (SHG gründet sich, wo trifft sich die Gruppen, neue Themen)
Aktionen (Unterschriftenliste, Woche der Gemeindepsychiatrie, Weltgesundheitstag)
Jubiläen (SHG besteht seit 10 Jahren)
Personalien (hoher Besuch)
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Tipps zum Schluss |
Wenn Sie die Presse einladen, informieren Sie möglichst vorher die Anwesenden. Lesen Sie die Zeitung, mit der Sie zusammenarbeiten, damit Sie auf dem Laufenden bleiben. Das gleiche gilt fürs Radio und Fernsehen. Archivieren Sie Ihre Mitteilungen und sammeln Sie Veröffentlichungen. Bedienen Sie die "Konkurrenten" gleichermaßen. Eine Presseliste hilft, niemanden zu vergessen. Suchen Sie sich möglichst einen Ansprechpartner.
| Und vergessen Sie nicht: Journalisten sind auch nur Menschen! |
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