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Lichtblick-Newsletter Nr. 130 vom 13.05.2004
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Lichtblick-Newsletter Nr. 130 vom 13.05.2004
Nachrichten aus Psychiatrie & Selbsthilfe (naps)
ISSN 1619-1927 (Deutsche Bibliothek)
http://www.lichtblick-newsletter.de
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Ausgezeichnet mit dem Antistigma-Förderpreis
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SONDERAUSGABE
Leipziger Verein lobt zum zweiten Mal Preis für engagierte Politiker aus
MUT ist gefragt - Politiker ver-rücken Vorurteile
gegenüber psychisch kranken Menschen
(Leipzig, 13. Mai 2004/naps). Irrsinnig Menschlich, der Verein für
Öffentlichkeitsarbeit in der Psychiatrie, sucht auch in diesem Jahr wieder
engagierte Politikerinnen und Politiker, die sich für die Verbesserung der
Lebenssituation von Menschen mit einer psychischen Erkrankung stark machen.
Nach der eindrucksvollen Resonanz im vergangenen Jahr wird der Preis nun zum
zweiten Mal ausgeschrieben. Ziel ist es, Politiker dafür zu sensibilisieren,
dass Menschen mit einer psychischen Erkrankung gleichberechtigt und
vorurteilsfrei behandelt werden. Jeder kann bis zum 10. September 2004
politische Mandatsträger für den "MUT 2004" vorschlagen. Gleichzeitig können
sich Politiker auch selbst um die Auszeichnung bewerben oder andere
Politiker nominieren. Eine unabhängige Jury aus Betroffenen, Psychiatern,
Jugendlichen und Journalisten ermittelt den Preisträger. Im Rahmen eines
Events und im Beisein überregionaler und regionaler Medien wird der Preis
"MUT 2004" am 11. November 2004 in Leipzig verliehen. Das Preisgeld in Höhe
von 1.500 Euro geht an eine Non-Profit-Organisation aus dem Bereich
Psychiatrie.
"Gerade wir Politiker haben die Möglichkeit, Einfluss auf die öffentliche
Meinung zu nehmen und auf diese Weise einen verständnisvollen und toleranten
Umgang mit psychisch kranken Menschen zu fördern. Alle politisch
Verantwortlichen sollten sich dafür einsetzen, dass psychisch kranke
Menschen vorurteilsfrei und nach den gleichen Maßstäben wie somatisch
Erkrankte behandelt werden", so der rheinland-pfälzische Ministerpräsident
Kurt Beck, neben Regina Schmidt-Zadel einer der beiden Preisträger des MUT
2003. 'MUT’ steht für außerordentliches Engagement und entschlossenes
Handeln, denn es erfordert noch immer Zivilcourage, sich für Menschen mit
psychischen Erkrankungen öffentlich zu engagieren. Gerade Politiker können
durch ihre Vorbildfunktion und ihr öffentlichkeitswirksames Handeln
maßgeblich zur Verbesserung der Versorgung und Integration Betroffener in
die Gesellschaft beitragen: Ob es um das Recht auf bestmögliche Behandlung
geht oder um die Förderung von Projekten und Initiativen, die dem Dialog
zwischen psychisch kranken Menschen und der Öffentlichkeit dienen.
Vorurteile abbauen durch persönliche Begegnungen
Irrsinnig Menschlich setzt sich seit seiner Gründung vor vier Jahren für
Toleranz und Verständnis gegenüber Menschen mit psychischen Krankheiten ein.
Mit seinem bundesweit durchgeführten, unkonventionellen Schulprojekt
"Verrückt? Na und!" schafft der Leipziger Verein persönliche Begegnungen
zwischen Patienten und Schülern. Mehr als 1.300 Schüler an 40 Schulen haben
bisher am Schulprojekt teilgenommen und erfahren, dass seelische
Gesundheit/Krankheit ein Thema ist, welches jeden Menschen angeht. Die
Jugendlichen waren tief beeindruckt vom Lebensmut der Betroffenen und davon,
wie sie aus vermeintlichen Schwächen Stärke beziehen. Ängste und Vorbehalten
gegenüber psychisch kranken Menschen wandelten sich in Verständnis und
Sympathie.
MUT 2004, der Preis des Vereins Irrsinnig Menschlich, wird unterstützt von
der Lilly Deutschland GmbH. Das Unternehmen fördert seit vielen Jahren
Projekte und Initiativen, die zur Verbesserung der Lebenssituation psychisch
kranker Menschen beitragen.
Nähere Informationen zum Verein, zum MUT 2004 und weiteren Projekten
erhalten Sie bei: Irrsinnig Menschlich e.V. – Verein für
Öffentlichkeitsarbeit in der Psychiatrie, Dr. Manuela Richter-Werling,
Johannisallee 20, 04317 Leipzig, Fon 03 41 / 222 89 90 sowie im Internet
unter http://www.irrsinnig-menschlich.de
Vollständiger Beitrag "Leipziger Verein lobt zum zweiten Mal
Preis für engagierte Politiker aus" unter:
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker372_04.html
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IMPRESSUM
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Hg: Familien-Selbsthilfe Psychiatrie Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
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