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Lichtblick-Newsletter Nr. 147 vom 22.11.2004
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Lichtblick-Newsletter Nr. 147 vom 22.11.2004
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I N H A L T
1. Gutachter bewertet Hilfen für psychisch Kranke in Bremen
2. Aus Wissenschaft, Forschung und Medizin
3. Vermarktung bis in den Tod
4. Ärztechef übt Kritik an Wowereit
5. Aus den Bundesländern
6. Sachsens Justizminister will "Prozesshansel" abschrecken
7. NRW gibt Ehrenamtlern Versicherungsschutz
8. Lichtblick Surftipp
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[1] Gutachter soll Hilfen für psychisch Kranke in Bremen bewerten
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(pm/www.bremen.de). Gewalt- und Tötungsdelikte durch psychisch Kranke in der
Stadt Bremen sind in den letzten zwei Jahren gründlich untersucht und
präzise aufgearbeitet worden mit dem Ziel, alles Menschenmögliche zu tun, um
solche Taten zu verhindern. In der Folge wurde das Kooperations- und
Kommunikationssystem zwischen allen professionellen Diensten - der Polizei,
der Justiz und des Gesundheitsressorts - systemisch verbessert. Es wurde ein
Gesetzentwurf erarbeitet, der vorsieht, über die bisherigen
Unterbringungsmöglichkeiten hinaus psychotisch Kranken, von denen ein Risiko
der Selbst- bzw. Fremdgefährdung ausgeht, per Gerichtsbeschluss auch eine
ambulante medikamentöse Behandlung aufzuerlegen.
Der laufende Prozess gegen Herrn C., der am 14. September 2003 seine Mutter
tötete, ist nach Angaben von Gesundheitssenatorin Karin Röpke für ihr
Ressort Anlass, das System erneut auf den Prüfstand zu stellen. Ein
neutraler Experte von außerhalb soll den Sozialpsychiatrischen Dienst in
Bremen bewerten. Dies, so die Senatorin, geschehe auch im Interesse und im
Einvernehmen mit den Mitarbeiter/innen des Dienstes, die eine sehr
schwierige und verantwortungsvolle Arbeit zu bewältigen haben.
Senatorin Röpke kündigte auch an, dass über die Vorgehensweise der
Regionalen Behandlungszentren einschließlich der Sozialpsychiatrischen
Dienste sowie deren personelle Ausstattung und Qualifikations-Strukturen in
der nächsten Sitzung der zuständigen Gesundheitsdeputation erneut berichtet
wird. "Sollten sich aufgrund der Einschaltung des neutralen Experten oder
aufgrund der weiteren Beratung in der Deputation mögliche Schwachstellen
zeigen", so Senatorin Röpke, "werden wir diese selbstverständlich
unverzüglich beseitigen."
Im Zusammenhang mit dem aktuellen Prozess um den Fall von Herrn C. verweist
die Senatorin darauf, dass im vergangenen Jahr die der Tat vorausgegangenen
Ereignisse und Handlungen aller beteiligten Institutionen auf mögliche
Fehlerquellen und Versäumnisse untersucht worden sind. Dabei konnte geklärt
werden, dass Herr C. seit Jahren umfassend durch den Sozialpsychiatrischen
Dienst, das psychiatrische Krankenhaus, einen ambulanten psychiatrischen
Pflegedienst, eine niedergelassene Nervenärztin und einen Betreuer behandelt
beziehungsweise betreut wurde.
Hintergrund:
Bremen plant besseren Schutz vor psychisch kranken Gewalttätern
http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/05/25/096a0401.asp
Kommentar: Eine Entscheidung, die nicht leicht ist
http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/05/25/096a0202.asp
Reaktion: Die Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener Niedersachsen
e.V., ist gegen die Ambulante Zwangsbehandlung, "weil man nicht aufgrund von
Ausnahmefällen die Rechte von vielen psychisch Kranken beschränken kann", so
ihr Sprecher Ronald Kaesler in einer Pressemitteilung.
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[2] Aus Wissenschaft, Forschung und Medizin
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++ Entzündungen des Gehirns sind typisch für Autismus
Minneapolis (ddp). Entzündungen im Gehirn sind ein eindeutiges Merkmal von
Autismus. Bestimmte Komponenten des Immunsystems, die Entzündungen
begünstigen, sind bei Menschen mit Autismus ständig aktiv, fanden Diana
Vargas von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore und ihre Kollegen
heraus. Ihre Ergebnisse unterstützten die Theorie, dass Immunaktivitäten im
Gehirn am Autismus beteiligt sind, berichten die Forscher im Fachmagazin
"Annals of Neurology" (Online-Ausgabe 15. November).
Die Wissenschaftler untersuchten das Gehirngewebe von 11 Menschen mit
Autismus, die an den Folgen eines Unfalls oder von Verletzungen gestorben
waren. Sie fanden Entzündungen in verschiedenen Bereichen des Gehirns. Auch
entdeckten die Forscher Muster von Proteinen des Immunsystems, wie sie
typisch für Entzündungsprozesse speziell im Gehirn sind.
Noch ist nicht klar, ob die Entzündungen für das sich entwickelnde Gehirn
positiv, schädlich oder beides sind. Wahrscheinlich sind sie nicht die
Ursache für den Autismus, sondern ein Symptom. Die Wissenschaftler nehmen
an, dass das Gehirn mit diesen Reaktionen einen anderen Prozess bekämpft,
der die Hirnzellen schädigt. Zukünftig könnten die Entzündungszeichen im
Gehirn der Diagnose von Autismus dienen.
Autismus ist eine Störung des sich entwickelnden Gehirns und betrifft zwei
bis vier von 10 000 Kindern. Erste Symptome treten meist schon vor dem
dritten Lebensjahr auf und bleiben fast immer ein Leben lang bestehen.
Autisten sind selbstbezogen und oft kaum in der Lage, zwischenmenschliche
Beziehungen aufzubauen. Zwillings- und Familienstudien legen nahe, dass
Autismus genetische Ursachen hat. Da jedoch mehr autistische Kinder
vorkommen, als bei einem genetischen Effekt erwartet werden würde, müssen
noch andere Faktoren eine Rolle spielen.
++ Stoffwechseldefekt - Berliner Ärzte an Entdeckung beteiligt
Berlin (ddp-bln). Für den Nachweis eines neuen Stoffwechseldefektes haben
Ärzte aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Vivantes Klinikum
Neukölln den entscheidenden klinischen Impuls gegeben. Von dort behandelten
Geschwistern mit einer tödlich verlaufenden Störung des Energiestoffwechsels
von Leber und Gehirn wurden Proben von Gewebe und Erbmaterial zur Analyse in
die Niederlande geschickt, wie eine Vivantes-Sprecherin am Freitag sagte.
Der internationalen Arbeitsgruppe um Professor Jan Smeitink sei es nun
gelungen, bei den beiden Kindern einen neuen Typ einer Erkrankung des
Energiestoffwechsels zu identifizieren.
Dies sei bereits das dritte Mal, dass aus der Klinik für Kinder- und
Jugendmedizin Neukölln die entscheidenden klinischen Beiträge für die
Entdeckung neuer Erkrankungen kamen, fügte die Sprecherin hinzu. So sei 2001
eine Form der spinalen Muskelerkrankung entdeckt worden.
Neu an dem jetzt gefundenen Stoffwechseldefekt sei, dass nicht eines der
Enzyme des Energiestoffwechsels selber defekt sei - wie bisher bekannt -,
erläuterte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Rainer
Rossi. Der Defekt sei in einem Strukturbaustein begründet, der die einzelnen
Enzyme dieses Stoffwechselweges zusammenhalte und aktiviere.
Damit sei erstmalig ein bisher nicht bekanntes Prinzip der Störungen des
Energiestoffwechsels identifiziert worden, betonte Rossi. Auch wenn den
Kindern dieser Familie nicht geholfen werden konnte, sei es dank dieser
Befunde möglich, die Varianten der vorgeburtlichen Diagnostik von
Energiestoffwechselstörungen zu erweitern.
Angeborene Störungen des Energiestoffwechsels können langsam
voranschreitende neurologische Erkrankungen hervorrufen, aber auch
frühzeitige katastrophale Organfehlfunktionen und Entwicklungsstörungen des
Gehirns zur Folge haben. Eine Vielzahl dieser Erkrankungen sind auf
Veränderungen der so genannten Mitochondrien zurückzuführen, in denen die
für alle lebenswichtigen Körperfunktionen erforderliche Energie
bereitgestellt wird. Einige Energiestoffwechselstörungen sind jedoch bislang
nicht eindeutig zu identifizieren.
++ Neue Methode soll kriminelle Jugendliche kurieren
Berlin (ddp-bln). Berliner Wissenschaftler haben eine neuartige Methode zur
Resozialisierung notorisch krimineller Jugendlicher entwickelt. Bei einer
seit 1999 laufenden Erprobung des "Denkzeit-Trainings" waren die 61
Teilnehmer zwischen 14 und 21 Jahren vorher im Durchschnitt 3,9 Mal pro Jahr
straffällig, nach dem Training nur noch 0,6 Mal, wie eine Sprecherin der
Freien Universität am Donnerstag mitteilte. Die Rückfallquote sei damit
signifikant niedriger als bei anderen Methoden.
Bei der vom Bundesjugendministerium in Auftrag gegebenen Studie lernen die
Problemkinder in je vierzig Einzelsitzungen, in emotional belastenden
Situationen innezuhalten und moralische Entscheidungen zu treffen. Dazu
wurden sie angeleitet, Mitgefühl zu entwickeln, die Sichtweisen der anderen
einzunehmen und die Folgen der eigenen Handlungen einzuschätzen. Derlei
Kompetenzen, die vor kriminellen Handlungen schützten, seien bei den
Betroffenen meist stark unterentwickelt, sagte der federführende
Sozialpädagoge Jürgen Körner.
Für das Projekt wurden in der Bundeshauptstadt den Angaben zufolge bislang
60 Pädagogen ausgebildet. Das Training dauert den Angaben zufolge pro
Jugendlichem neun Monate und kostet rund 3300 Euro.
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[3] Vermarktung bis in den Tod
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Rath präsentiert bei seinem ersten Auftritt
nach Dominiks Tod einfache Wahrheiten
Von ddp-Korrespondentin Gisela Kirschstein
Mainz (ddp). Tumultartige Szenen am Freitagabend in der Mainzer
Rheingoldhalle: Reporter und Kamerateams blockieren den Eingang zum
Veranstaltungssaal im Schlepptau von Burkhard Aschhoff. Der Arzt von der
Privatklinik "Villa Medica" in Edenkoben war der letzte Schulmediziner, der
den krebskranken Dominik vor seinem Tod behandelte. In der Halle spricht an
diesem Abend Dr. Matthias Rath - jener Arzt, auf dessen Vitaminpräparate
Dominiks Eltern vertrauten und der noch im Sommer mit Dominiks angeblicher
Heilung geworben hatte.
Dominik war am 1. November gestorben. Nach dem vorläufigen
Obduktionsergebnis wurde in der Brust des Jungen ein großer Tumor gefunden.
Seine Diagnose sei "auf sehr bittere Art und Weise" bestätigt worden, sagt
Aschhoff. Zur Konfrontation zwischen den beiden Ärzten kommt es in der
Rheingoldhalle nicht: Raths erster Auftritt seit dem Tod des Jungen verläuft
gedämpft und weitgehend unspektakulär. Von den einigen hundert Zuhörern
erheben sich drei Dutzend, um den Arzt stehend zu feiern.
Rath gibt sich bescheiden, spricht mit leiser Stimme und redet fast mit
Leidensmiene von der "Hetzkampagne der vergangenen Wochen". Zu Dominik und
dessen Tod sagt er kein Wort. Das übernimmt ein Mitarbeiter: Dominik sei
"nachgewiesenermaßen" an Herzversagen gestorben, "wir halten an unserer
Diagnose fest", die Staatsanwaltschaft sei aufgefordert, "den Dingen auf den
Grund zu gehen".
Dann wird in langatmigen Vorträgen Raths These vorgestellt, Vitamine
verhinderten die Ausbreitung von Metastasen und ließen Krebszellen
schrumpfen. Raths Botschaft lautet, "die Krankheiten sind gar nicht so
kompliziert". Auch ein normaler Mensch könne sie verstehen und mit Hilfe
seiner Vitaminpräparate heilen.
Die Präsentation der wissenschaftlichen "Beweise" überlässt Rath seiner
Mitarbeiterin Aleksandra Niedzwiecki. Sie spricht von "Angst" und mahnt,
"viele von Ihnen können durchaus eines Tages Krebspatienten sein". Bei
medizinischen Details allerdings ist ihrem Vortrag nur schwer zu folgen,
werden undeutlich gekennzeichnete Grafiken und unscharfe Laborfotos
präsentiert.
Klar und deutlich sind andere Botschaften: Ärzte sind "feindlich",
klassische Medizin ist "giftig", die Menschen werden unwissend gehalten, ihr
Tod ist unnötig. Rath findet, "die Erde ist keine Scheibe und Krebs kein
Todesurteil". Die Rettung verhindere allein ein Kartell aus Pharma-Firmen,
die den kranken Körper als "Markplatz" für ihr "Geschäft" sähen. Als Rath
den Schering-Konzern angreift, tönt es aus dem Publikum: "Das ist ja
unglaublich, die Aktie verkaufe ich."
Die Vorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Leukämiehilfe, Anita
Waldmann, allerdings empört der Auftritt: "Es ist ganz einfach, Menschen,
die keine Zusammenhänge wissen und verstehen, zu manipulieren", sagt sie.
Für sie hat Rath "viel Unsinn erzählt und Dinge gesagt, die nicht bewiesen
sind".
Aschhoff findet, dass es in Mainz entgegen früherer Auftritte "gedämpft"
zugegangen sei: "Rath war gut vorbereitet, weil er wusste, dass ich komme",
sagt er. Aschhoffs Klinik will wegen Raths Aussagen, Aschhoff habe
Fehldiagnosen gestellt und Falschbehandlungen durchgeführt, Strafanzeige
wegen falscher Verdächtigungen stellen.
Weiterführende Informationen
--> "Krebstod eines Kindes - Die dubiosen Methoden des Pillendoktors Rath"
Report Mainz vom 15. November 2004
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/041115/02/frames.html
--> Über Dominik kein Wort. Das Leben geht weiter - zumindest für Dr.
Matthias Rath. http://www.welt.de/data/2004/11/22/363802.html
--> SCHARLATANE: Vermarktung bis in den Tod
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,327750,00.html
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[4] Ärztechef übt Kritik an Wowereit
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Berlin (ddp-bln). Kritik am Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD)
hat Berlins oberster Kassenarzt Manfred Richter-Reichhelm geübt. In der
"Berliner Morgenpost" (Sonntagausgabe) beklagte Richter-Reichhelm, Wowereit
habe kein Ohr für die knapp 8000 niedergelassen Ärzte und Psychotherapeuten
der Stadt gehabt. Er habe den Regierungschef mindestens zwei oder drei Mal
um ein Gespräch gebeten. Er sei immer an das Gesundheitsressort verwiesen
worden, mit dem die Zusammenarbeit stets sehr gut gewesen sei. Ein Gespräch
mit dem Regierenden Bürgermeister wäre eine Imageaufwertung für die
niedergelassenen Kollegen gewesen.
"Ich wünschte mir, dass das Gewicht der niedergelassenen Ärzte im
politischen Bewusstsein dieses Senats größer würde, und dass man sich des
Wertes der Kassenärzteschaft auch unter wirtschaftlichen Aspekten bewusst
würde. Wir sind eine Jobmaschine", betonte der scheidende KV-Chef. Die fast
8000 Berliner Ärzte und Therapeuten, machten eine Milliarde Euro Umsatz im
Jahr und sorgten für etwa 15 000 bis 20 000 Arbeitsplätze. Richter-Reichhelm
betonte: "Das ist ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt."
Der 62-jährige Richter-Reichhelm gibt nach zwölf Jahren seinen Posten als
Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin Ende Dezember an die 59
Jahre alte Allgemeinärztin Angelika Prehn ab.
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[5] Aus den Bundesländern
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BERLIN
++ Einen Vortrag über Demenz bietet Vivantes am Mittwoch in der Reihe
"Gesund im Alter" an. Psychologin Karin Tzschätzsch wird über die Symptome
und verschiedenen Formen sowie Ursachen des Leidens berichten, wie eine
Sprecherin von Vivantes ankündigte. In Deutschland leiden den Angaben
zufolge rund eine Million Menschen an Demenzerkrankungen. 700 000 von ihnen
sind von der Alzheimerschen Erkrankung betroffen, bei der in bestimmten
Bereichen des Gehirns allmählich Nervenzellen zugrunde gehen. Den insgesamt
55 Unterformen der Demenz ist gemeinsam, dass sie zu einem Verlust der
Geistes- und Verstandesfähigkeiten führen. Typisch ist eine Verschlechterung
der Gedächtnisleistungen, des Denkvermögens, der Sprache und des praktischen
Geschicks, jedoch keine Trübung des Bewusstseins. Diese Veränderungen haben
zur Folge, dass Menschen mit Demenz ihre alltäglichen Aufgaben nicht mehr
ausführen können. Über die sich daraus ergebenden Probleme können
Interessierte während und nach dem Vortrag mit der Psychologin diskutieren.
Die Veranstaltung findet am 24. November um 16.00 Uhr im Berliner
Wohnpflegezentrum Friedrichshain, Haus Weidenweg, Weidenweg 42 statt. Der
Eintritt ist frei. http://www.vivantes.de/daten/5404_DEU_Internet.html
HAMBURG
++ 15.12.04: Veranstaltung "Neue Wege der Vertrauensbildung in der
psychiatrischen Behandlung - Die Behandlungsverabredung", Ort:
Klinikum-Nord, Ochsenzoll-Sozialtherapiezentrum HS 81 (Nähe U-Bahn-Station,
Kiwittsmoor, 15 bis 18 Uhr. Grußworte: Dr. Waechtler/Dr. Moecke. Programm:
1. Wer bestimmt wo es lang geht? Die Beziehungen zwischen Behandelnden und
Patienten in der Psychiatrie aus ethischer Sicht (H. Keitel), 2. Vorstellung
der neuen Behandlungsverabredung im Klinikum Nord (Dr. Eck), 3.
Trialogischer Erfahrungsaustausch über Behandlungsvereinbarungen in der
Psychiatrie St. Gilead (Dr. Pleininger-Hofmann, Betroffene, Angehörige).
MECKLENBURG-VORPOMMERN
++ 23.11.2004: Beratung verschiedener Konzeptionen zur Weiterentwicklung von
Versorgungsangeboten für Menschen mit einer psychischen Krankheit bzw.
geistigen Behinderung vor dem Gesundheitsausschuss, Kreistag Parchim. Die
außerordentliche Sitzung, die öffentlich ist, beginnt um 17 Uhr. Ort:
Landratsamt, Kleiner Saal (Solitärgebäude), Putlitzer Straße 25, 19370
Parchim.
++ 02.12.2004: "Selbstbestimmt Leben - So geht das!" - Eine gemeinsame
Veranstaltung des Büros für Behindertenfragen der Hansestadt Rostock und der
Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL). Ort:
Rathaus, Neuer Markt 1, Raum 2. Anmeldung bei Frau Hohdorf: Tel. 0381 -
3811125/26 oder behindertenbeauftragte@rostock.de
++ 10.12. bis 11.12.2004: Fortbildungsveranstaltung "Persönliches Budget -
Chance zur individuellen Hilfeplanung oder der Weg in ein
Finanzierungschaos", Konferenzraum der Geschäftsstelle des "Gartenhaus" -
Psychosozialer Trägerverein Stralsund e.V., Langenstraße 51, 18439
Stralsund. Referent Joachim Speicher, Stellvertretender
Landesgeschäftsführer des Paritätischen Landesverbandes RLP/Saarland.
++ 15. Dezember 2004: Fortbildungsveranstaltung in den HELIOS Kliniken
Schwerin zum Thema "Diagnostik und Therapie der bipolaren affektiven
Störung". Referent PD Dr. H.-J. Grabe, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie
und Psychotherapie am Klinikum Stralsund, Universität Greifswald. Beginn:
18 Uhr. Ort: Marmorsaal der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik, Schwerin. Die
Teilnahme an der Veranstaltung wird mit 3 Fortbildungspunkten zertifiziert.
NORDRHEIN-WESTFALEN
++ Den rund 1700 Ärzten und Psychotherapeuten im Bereich Nordrhein steht im
kommenden Jahr ein Arzneimittelbudget von rund 2,2 Milliarden Euro zur
Verfügung. Darauf verständigte sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV)
Nordrhein mit den Verbänden der Krankenkasse, wie die KV am Donnerstag in
Düsseldorf mitteilte. Damit liegt das Ausgabenvolumen um knapp 5,6 Prozent
über dem von diesem Jahr. (ddp-nrw)
SACHSEN
++ Geringere Auslastung in sächsischen Krankenhäusern: Kamenz
Die Auslastung der sächsischen Krankenhäuser sinkt. Wie das Statistische
Landesamt mitteilte, lag die durchschnittliche Bettenauslastung im
vergangenen Jahr bei 81,3 Prozent und damit 2,1 Prozentpunkte unter dem
Vorjahresniveau. Dagegen nahm die Zahl der stationär behandelten Patienten
zu. Sie stieg gegenüber 2002 um 0,8 Prozent auf mehr als 914 000 Fälle.
Jeder fünfte Einwohner Sachsens ließ sich damit 2003 im Krankenhaus
betreuen. Der Aufenthalt dauerte im Durchschnitt 9,5 Tage und war um 0,3
Tage kürzer als noch 2002.
Gut 29 100 Krankenhausbetten gab es 2003 in Sachsen. Etwa 74 Prozent aller
Betten standen in den Fachabteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Psychiatrie
sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Insgesamt rund 45 600 Personen waren
Ende 2003 in den sächsischen Krankenhäusern beschäftigt, darunter knapp 35
400 Frauen. Die Mitarbeiterzahl sank im Vergleich zum Vorjahr um drei
Prozent. (ddp-lsc)
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[6] Sachsens Justizminister will "Prozesshansel" abschrecken
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München/Dresden - Sachsens neuer Justizminister Mackenroth fordert eine
Gebühr für die Anrufung von Gerichten. "Einige beanspruchen die Justiz
missbräuchlich", sagte Mackenroth vor der Konferenz der
Länder-Justizminister dem Nachrichtenmagazin "Focus". Mit einer Art
"Praxisgebühr für Gerichte" könnten "Prozesshansel" abgeschreckt werden,
argumentierte der ehemalige Vorsitzende des Deutschen Richterbundes.
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[7] NRW gibt Ehrenamtlern Versicherungsschutz
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Düsseldorf (ddp-nrw). Ehrenamtlich engagierte Bürger in NRW sind seit dem 1.
November über das Land gegen Unfall- und Haftpflichtschäden versichert. Auf
diese Weise wolle das Land dieses Engagement unterstützen und noch mehr
Menschen dafür gewinnen, sagte NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD)
am Freitag bei der Vorstellung der Initiative in Düsseldorf. Ehrenamtlich
Tätige seien "von enormer" Bedeutung für die Gesellschaft und hätten seine
"große Bewunderung" und seinen "großen Respekt". Sie seien die wahren
"Helden des Alltags".
Das Land finanziert den Versicherungsschutz mit 300 000 Euro im Jahr. Er
tritt ein, wenn kein anderer Schutz beispielsweise über den Verein, für den
der Ehrenamtler tätig ist, besteht, und schließt damit offene Lücken. Die
Abwicklung im Schadensfall soll so einfach wie möglich für den Ehrenamtler
sein. Dafür wurde ein Dienstleister eingeschaltet, der Fragen beantwortet
und den Vorgang abwickelt. Nach Schätzungen engagieren sich derzeit bis zu
fünf Millionen Bürger in NRW in einem Ehrenamt.
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[8] Lichtblick Surftipp
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--> DGPPN-Jahreskongress in Berlin, Veranstaltungen (Auswahl)
TRIALOG FORUM PSYCHIATRIE
Mittwoch, 24. November 2004
09.30 - 11.00 Uhr und 13.30 - 15.00 Uhr
SCHÜLERKONGRESS
Mittwoch, 24. November 2004
14.00 - 16.00 Uhr Saal 06, 08, 10
SEELISCHE ERKRANKUNGEN - WAS KANN MAN HEUTE TUN? Freitag, 26. November 2004
18.30 - 20.00 Uhr, Saal 15.2 B
Öffentliche Veranstaltung, freier Eintritt Experten informieren und
beantworten Fragen
http://www.dgppn2004.de/pages/kongressbegleitende_veranstaltungen.htm
--> Kuren für Frauen von psychisch kranken Angehörigen
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker626_04.html
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker200_04.html
--> Studie: Äpfel könnten vor Alzheimer schützen
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker654_04.html
--> Eine Scientology-Klage gegen die weitere Beobachtung durch den
Bundesverfassungsschutz wurde am 11.11.2004 vom Verwaltungsgericht Köln
(20 K 1882/03) abgewiesen.
http://www.Ingo-Heinemann.de/Verfassungsschutz.htm#KlageggBV
--> Scientology hat vor Gericht wieder einmal behauptet: Scientology ist
unpolitisch. http://www.Ingo-Heinemann.de/unpolitisch.htm
--> Scientology will Weltherrschaft und beansprucht weltweit "Monopol für
jegliche psychische Betreuungsarbeit", Wortlaut "International City",
Hubbard-Vortrag vom 24.3.1964, viel zitiert aber bisher nirgendwo
auffindbar, auch nicht auf englisch:
http://www.Ingo-Heinemann.de/Weltregierung.htm
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Vereinsregister VR 1985 / Amtsgericht Rostock
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