Nachrichten aus Psychiatrie und Selbsthilfe

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Lichtblick-Newsletter Nr. 177 vom 14.02.2006


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Lichtblick-Newsletter Nr. 177 vom 14.02.2006
Nachrichten aus Psychiatrie & Selbsthilfe (naps)
ISSN 1619-1927 (Deutsche Bibliothek)
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T H E M E N

1. Erklärung des Nationalen Ethikrates zum "Erbgesundheitsgesetz"
2. Psychiatrie in Neubrandenburg im Aufbruch
3. Lokales Bündnis gegen Depression in Duisburg gegründet
4. Lichtblick unterstützt internationale Familien-Umfrage
5. Gesetze im Internet
6. Zeitschrift sucht eine Frau für Reportage über Depression
7. Zur Verordnung "häuslicher Krankenpflege" nach §92 SGB V
8. Buch: "Auch das war mein Leben. In Neubukow und anderen Orten"
9. Buch: "Nestel - Portrait eines Außenseiters"
10. Urteil: GmbH-Geschäftsführer sind rentenversicherungspflichtig
11. Verletzte Seelen - Bilder psychisch kranker Kinder und Jugendlicher
12. Leserbrief zum Forum "Machtlos-machtnix"
13. Lichtblick Surftipp



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[1] Erklärung des Nationalen Ethikrates zum "Erbgesundheitsgesetz"
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Zum Appell des Bundes der "Euthanasie"-Geschädigten und
Zwangssterilisierten e. V. zum "Erbgesundheitsgesetz"

Der Nationale Ethikrat hat in seiner Sitzung vom 24. November 2005 die
folgende Erklärung verabschiedet: Der Bund der "Euthanasie"-Geschädigten und
Zwangssterilisierten e. V. hatte im Januar 2004 an den Bundestag appelliert,
das so genannte "Erbgesundheitsgesetz" von 1933 ausdrücklich für nichtig von
Anfang an zu erklären, und dazu den Nationalen Ethikrat im Jahre 2005 um
Unterstützung gebeten.

Das "Erbgesundheitsgesetz" und seine Praxis berühren Fragen der Würde des
Einzelnen und des Respekts vor seiner Person sowie Grundprinzipien des
Verhältnisses zwischen Staat und Individuum. Beide Belange erfordern nach
der Überzeugung des Nationalen Ethikrates auch heute im Rahmen der
Lebenswissenschaften, etwa unter dem Gesichtspunkt der Eugenik, besondere
Beachtung. Während der Zeit des NS-Gewaltregimes sind rund 350.000 Männer
und Frauen durch Zwangssterilisierungen und andere, damit zusammenhängende
Maßnahmen gedemütigt und in ihrer Menschenwürde zutiefst verletzt worden.
Getroffen wurden diese Maßnahmen unter Berufung auf das
"Erbgesundheitsgesetz". Dieses Gesetz ist 1974 auch förmlich außer Kraft
gesetzt worden. Die Sterilisationsentscheidungen der ehemaligen
Erbgesundheitsgerichte wurden 1998 durch Gesetz aufgehoben.

Bereits im Jahr 1988 hat der Bundestag in einer Entschließung erklärt, dass
"die auf der Grundlage des so genannten Erbgesundheitsgesetzes während der
Zeit von 1933 bis 1945 durchgeführten Zwangssterilisierungen
nationalsozialistisches Unrecht sind", allerdings nur diese Maßnahmen, nicht
jedoch das Gesetz selbst, als "Ausdruck der inhumanen
nationalsozialistischen Auffassung vom 'lebensunwerten Leben’ geächtet". Der
Bundestag hat sich dabei von der Überzeugung leiten lassen, dass die
zwangsweise Beseitigung der Fortpflanzungsfähigkeit ein unzulässiger
Eingriff in die körperliche Integrität ist und einen schwerwiegenden Verstoß
gegen die Menschenwürde darstellt. Der Nationale Ethikrat stimmt dieser
Bewertung zu und würde es begrüßen, wenn der Bundestag das Anliegen des
Bundes der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten aufgriffe und
sein Urteil über die aufgrund des Gesetzes getroffenen Maßnahmen auf das
Gesetz selbst und zugleich auf jegliche Regelungen solcher Art erstreckte.

Berlin, 14. Dezember 2005

Nationaler Ethikrat (Pressemitteilung)
Geschäftsstelle
Jägerstr. 22/23
10117 Berlin
Tel. (030) 203 70-242
Fax (030) 203 70-252
http://www.ethikrat.org

Kontakt: Bund der "Euthanasie"-Geschädigten
und Zwangssterilisierten e.V. (BEZ)
Schorenstr. 12
32756 Detmold
Tel. (05231) 58 202
Fax (05231) 300 449



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[2] Psychiatrie in Neubrandenburg im Aufbruch
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Im Gespräch mit Chefarzt Dr. med. Rainer Gold

(naps/rh). "Wer zu DDR-Zeiten und in den ersten Jahren nach der Wende in
Neubrandenburg psychisch erkrankte, musste nicht selten lange Wege auf sich
nehmen", erklärte Dr. med. Rainer Gold, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie
und Psychotherapie am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg in einem
Gespräch mit der Redaktion Lichtblick. Eine wirklich etablierte stationäre
Psychiatrie, bis auf wenige Notfallbetten in der Neurologie am damaligen
Bezirkskrankenhaus, gab es nicht. Die nächste psychiatrische Klinik lag im
70 Kilometer entfernten Ueckermünde. Mit der Reformpsychiatrie in den 90er
Jahren verschwand schrittweise der "weiße Fleck" in Neubrandenburg, so der
aus Berlin kommende Psychiater Rainer Gold.

Als Chefarzt konnte er im August 1993 die Psychiatrieabteilung in Betrieb
nehmen, die erste an einem Allgemeinkrankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern
nach der Wende. Rückblickend verwies Dr. Gold darauf, dass bereits in den
80er Jahren fortschrittliche Psychiater eine stationäre Psychiatrie in
Neubrandenburg forderten. Letztlich sorgte der öffentliche Druck,
insbesondere ausgelöst durch die ARD Dokumentation "Die Hölle von
Ueckermünde" (14. April 1993), die die baulichen und fachlichen Mängel in
diesem psychiatrischen Krankenhaus zeigte, für den raschen Abbau der
Missstände im nordöstlichen Teil Deutschlands.

Heute versorgt das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum (etwa 1000 Betten) mit
seiner integrierten Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie die Region
Neubrandenburg und den Kreis Mecklenburg-Strelitz. Das sind etwa 150 000
Einwohner. Die psychiatrische Pflichtversorgung wird mit 72 vollstationären
Behandlungsplätzen am Standort der Klinik in der Külzstraße und zur Zeit mit
18 teilstationären einer Tagesklinik in der Allendestraße gewährleistet.
Eine Institutsambulanz befindet sich im Aufbau.

Aktuell beschäftigen sich die Geschäftsführung und die Krankenhausleitung
mit der Frage ob die beiden Standorte der Psychiatrie zu halten sind. Eine
Menge Kopfzerbrechen bereitet den Verantwortlichen der marode und teilweise
leerstehende Altbau in der Külzstraße: "Eine Rekonstruktion ist nicht allein
mit Malerarbeiten zu machen! Was ist günstiger - Sanierung oder
Klinikneubau?" Aus Gründen der Gleichstellung von psychisch und somatisch
Kranken wird ein Klinikneubau auf dem Gelände des
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums favorisiert, erklärte der Chefarzt. Eine enge
räumliche Anbindung der Psychiatrie an die anderen medizinischen
Fachabteilungen sei auch aus ökonomischen Gründen sinnvoll. "So müssen
Psychiatriepatienten zu speziellen Diagnoseverfahren, wie CT, MRT, Röntgen,
Sonografie und Labor ins Klinikum gefahren werden. Dazu ist Begleitpersonal
erforderlich. Es gibt lange Wartezeiten. Mittwochs ist bei uns die
internistische Visite, selbst führen wir jährlich etwa 600 psychiatrische
Konsile in den anderen Bereichen des Klinikums durch. Das alles ist viel zu
umständlich für die Patienten, für die Mitarbeiter und für die Kooperation
der Fachgebiete untereinander", erklärte Psychiater Gold.

Als "sehr wichtig" bezeichnete der Chefarzt die Zusammenarbeit mit den
komplementären Einrichtungen. Es sei ein Netzwerk entstanden, "das
funktioniert". Zum Beispiel zählen dazu die Sozialpsychiatrischen Dienste,
der Psychosoziale Trägerverein "Der Steg Neubrandenburg e.V.", im
Suchtbereich das "Haus der Begegnung", die Evangelische Suchtkrankenhilfe,
sowie die Hilfen der Caritas und des DRK. Zudem würdigte Gold das "gute
Angebot" der Selbsthilfegruppen für Psychiatrie-Erfahrene. Bei den
Angehörigen gebe es Nachholbedarf. Angehörige sind bei den
Hilfeplankonferenzen der Klinik "enger dran", so Dr. Gold.

Fest steht: Die "Psychiatrielandschaft" hat sich in Neubrandenburg
grundlegend verändert. Impulse für Erneuerungen und Gespräche bieten
Psychose-Seminare, Regionaltagungen, Symposien und Suchtwochen. Bedeutsam
auch: Neustrelitz, in Reichweite von Neubrandenburg gelegen, ist die
Geburtsstadt von Emil Kraepelin (1856-1926). Er gilt weltweit als Begründer
der wissenschaftlichen Psychiatrie. Zu Ehren seines 150. Geburtstages wird
am 15. Februar 2006 an einem ehemaligen Wohnhaus der Familie Kraepelin eine
Gedenktafel angebracht. Anläßlich des Kraepelin-Jahres findet im September
als Höhepunkt ein interdisziplinäres, wissenschaftliches
Kraepelin-Kolloquium des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums in Neustrelitz statt.
Wirklich hoch interessant, was sich rund um die "Vier-Tore-Stadt"
Neubrandenburg neben dem alltäglichen Leben noch abspielt.

Weiterführende Informationen:
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1797_06.html



A N Z E I G E
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[3] Lokales Bündnis gegen Depression in Duisburg gegründet
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Duisburg (ddp-nrw). In Duisburg ist am Dienstag ein lokales Bündnis gegen
Depression gegründet worden. Ziel ist mehr Aufklärung von Betroffenen und
mehr Fortbildung von Medizinern und Psychotherapeuten, wie die Ärztekammer
Nordrhein mitteilte. Nach ihren Angaben sind in Deutschland rund vier
Millionen Menschen akut an einer behandlungsbedürftigen Depression erkrankt,
die Hälfte davon nehme keine Hilfe in Anspruch.

"Ein Schwerpunkt der Duisburger Initiative wird auf dem Feld der Arbeitswelt
liegen", sagte Albert Franz Ernst, niedergelassener Psychiater und
Psychotherapeut. Denn statistisch hätten Arbeitslose ein höheres Risiko, an
einer Depression zu erkranken, als Arbeitnehmer mit einer sicheren
Zukunftsperspektive. "Beispielsweise verbringen arbeitslose Männer nahezu
siebenmal mehr Tage mit einer psychischen Erkrankung im Krankenhaus als
Nicht-Arbeitslose", sagte Ernst. "Hier müssen wir mit Betriebsmedizinern,
Menschen mit Personalverantwortung, aber auch mit den
Arbeitsvermittlungsagenturen zukünftig enger zusammenarbeiten, über das
Krankheitsbild aufklären und vor allem präventive Angebote machen."

Das Duisburger Bündnis gegen Depression
http://www.depression-duisburg.de



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[4] Lichtblick unterstützt internationale Familien-Umfrage
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Zu den Krankheitsbildern Schizophrenie und bipolare Störungen

Kümmern Sie sich in Ihrem Familien- oder Freundeskreis um jemanden, der an
Schizophrenie oder einer bipolaren Störung leidet? Die World Federation for
Mental Health führt in Zusammenarbeit mit Eli Lilly and Company eine
internationale Umfrage mit Familienmitgliedern von Patienten mit
Schizophrenie bzw. bipolaren Störungen durch. In dieser Umfrage werden
weltweit erstmals die Erfahrungen von Angehörigen psychiatrisch erkrankter
Patienten in Bezug auf Therapieabbrüche und Rückfälle erfasst. Ziel der
Erhebung ist, zu ermitteln, welche Auswirkungen psychische Erkrankungen auf
das Leben von Patienten und deren Familienmitgliedern haben.

Die Umfrage wird per Telefon-Interview (in Deutsch) von der medizinischen
Marktforschungsfirma ALL GLOBAL LTD (Sitz in London) durchgeführt und dauert
etwa 30 Minuten. Die beauftragte Agentur versichert, die Antworten streng
vertraulich zu behandeln und nur in anonymisierter Form für statistische
Zwecke zu verwenden. ALL GLOBAL LTD führt Projekte in allen Bereichen der
Gesundheitsfürsorge durch. Einen Schwerpunkt bilden medizinische,
pharmazeutische und soziale Aspekte der Patientenpflege und Behandlung von
Krankheiten. Die Firma arbeitet gemäß dem Verhaltenskodex der Britischen
Marktforschungsgesellschaft (British Market Research Society, MRS).

Lichtblick unterstützt organisatorisch diese Umfrage. Wer sich dafür
interessiert, kann über Lichtblick vial Mail oder postalisch die
Einverständniserklärung anfordern. Die Erklärung ist ausgefüllt und
unterschrieben an Lichtblick zu senden (Per Mail, Fax oder Post).

Adresse: Redaktion Lichtblick, Henrik-Ibsen-Straße 20, 18106 Rostock
Tel./Fax: 0381 - 72 20 25, E-Mail: umfrage@lichtblick-newsletter.de
Interessierte melden sich möglichst kurzfristig bei Lichtblick.

Wichtig: All Global kann Personen nur mit einer Einverständniserklärung
interviewen, die Lichtblick vorliegen muss. Für die Teilnahme an der
internationalen Studie wird eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro gewährt.

Die Ergebnisse der Befragung werden der World Federation of Mental Health
(Weltföderation für psychische Gesundheit) und Eli Lilly zur Analyse
bereitgestellt. Die Ergebnisse können dann von der World Federation of
Mental Health und Eli Lilly und Partnern zu den folgenden Zwecken verwendet
werden: Öffentlichkeitsarbeit, Ausbildung, Lehre und Erziehung, Werbung,
Forschung und/oder Verkaufs- und Vermarktungsaktivitäten.

Beauftragte Marktforschungsfirma für die Umfrage: Ahmed Soumahoro, ALL
GLOBAL LTD, 5-25 Scrutton Street, Zetland House, London EC2A 4HJ, England.



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[5] Gesetze im Internet
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Das Bundesministerium der Justiz stellt in einem gemeinsamen Projekt mit der
juris GmbH für interessierte Bürgerinnen und Bürger nahezu das gesamte
aktuelle Bundesrecht kostenlos im Internet bereit. Die Gesetze und
Rechtsverordnungen können in ihrer geltenden Fassung abgerufen werden. Sie
werden durch die Dokumentationsstelle des Ministeriums fortlaufend
konsolidiert. Die von der Dokumentationsstelle noch nicht bearbeiteten, neu
im BGBl I verkündeten Vorschriften, können direkt über den
Aktualitätendienst aufgerufen werden. Anlagen, Graphiken und weitere
ergänzende Teile der Gesetze und Rechtsverordnungen, die derzeit noch
fehlen, werden in den nächsten Monaten sukzessive ergänzt. Wichtig: Die im
Internet abrufbaren Gesetzestexte sind nicht die amtliche Fassung. Diese
finden Sie nur im Bundesgesetzblatt. Bei allen Gesetzen wird auf den
aktuellen Stand der letzten Änderung hingewiesen. Da insbesondere bei
umfangreichen Änderungsvorschriften für die Konsolidierungsarbeiten einige
Zeit benötigt wird, ist der Stand nicht immer tagesaktuell. Das
Bundesministerium der Justiz wird aber bemüht sein, den Stand aller Gesetze
so tagesaktuell wie möglich zu halten. Die Daten können für den privaten
Gebrauch ausgedruckt und heruntergeladen werden.
http://www.gesetze-im-internet.de



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[6] Zeitschrift sucht eine Frau für Reportage über Depression
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(naps). Die Frauenzeitschrift "bella" sucht für eine Reportage eine Frau
(ca. 40 bis 50 Jahre alt), deren Ehemann/Lebensparner unter eine Depression
gelitten hat. Die Frau müsste für ein ausführliches Telefoninterview zur
Verfügung stehen. Sie und ihr Mann (evtl. auch die Kinder) müssten auch
bereit sein, sich fotografieren zu lassen. Alle Beteiligten können den Text
gegenlesen. Eine Änderung der Namen und Orte (Anonymisierung) ist möglich.
Die bella zahlt eine Aufwandsentspauschale von 50 Euro.

Kontaktadresse: Heinrich Bauer ACHAT KG, Redaktion bella, Stephan Hillig,
Brieffach 2532, Burchardstraße 19, 20077 Hamburg
Tel. 040 - 30 19 51 11, Fax 040 - 30 19 51 35.



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[7] Zur Verordnung "häuslicher Krankenpflege" nach §92 SGB V
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Die Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege e.V. (BAPP) hat einen
Evaluationsbogen für Ambulante Psychiatrische Pflege erstellt. Wie aus
unserer Stellungnahme zur Neuregelung der Richtlinien über die Verordnung
von "häuslicher Krankenpflege" nach §92 SGB V bekannt sein dürfte, halten
wir die neuen Richtlinien für unbedingt nachbesserungswürdig. Da diese
Richtlinien in diesem Jahr noch einmal überprüft werden sollen, ist es unser
Anliegen dafür Fakten aus der Praxis zu liefern. Aus diesem Grund wurde ein
Evaluationsbogen erstellt, der mit wenig Aufwand auszufüllen ist. Wir hoffen
somit aus ganz Deutschland Rückmeldung bzgl. der Probleme bei der Verordnung
von Ambulanter Psychiatrischer Pflege zu bekommen. Den Evaluationsbogen und
weitere Informationen dazu erhalten Sie auf unserer Website.

Volker Haßlinger (Mitglied des Vorstands)

BAPP - Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege e.V.
Tel. und Fax: 0700 - 22772255 (0700-bappcall)
Internet: http://www.bapp.info



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[8] Buch: "Auch das war mein Leben. In Neubukow und anderen Orten"
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Eine Autobiografie von Ingrid Kliß

Krankheiten sind manchmal
wie große dunkle Wolken.

Wenn man sie überstanden hat
oder wenigstens in den Griff bekommt,
ist es, als ob Sonne oder Mond und
Sterne wieder durchdringen und
der Himmel klarer wird.

Dann erfüllt ein Glücksgefühl
die Seele.

Ingrid Kliß, Herbst 1989 [...]



Vorwort

Ingrid Kliß blickt zurück auf ihr Leben und vermittelt dazu ihre Einsichten.
Eine Einsicht lautet: "Störe nicht den Frieden der Natur! Geh zurück in
deiner eignen Spur."

Inhaltlich fährt sich die Autorin aber nicht in ihrer "eignen" Lebensspur
fest. Besonders ist sie sensibel dafür, was menschliches Tun angeht, weshalb
sich Menschen so unterschiedlich verhalten.

Ingrid Kliß hat ein zutiefst menschliches Buch geschrieben. Was vor und
während Ihrer seelische Erkrankung passiert, wie sie ihr Leben meistert, wie
ihr Mann damit umgeht, wie beide sich ergänzen, sind Erfahrungen, die
berühren. Ein faires und uneigennütziges Miteinander kann Berge versetzen,
ob man nun krank ist oder gesund.

Motivierende Denkanstöße bietet die 264 Seiten starke Autobiografie allemal.
Ein ausgezeichnetes Selbsthilfebuch für Betroffene, Angehörige, Freunde,
Fachleute und Interessierte. Es regt zum Nachdenken und zur Diskussion an -
vor allem über Gesellschaft, Beziehungen, Krankheit und Gesundheit.

Ulrike Schob
Vorsitzende

Familien-Selbsthilfe Psychiatrie
Landesverband MV der Angehörigen und
Freunde psychisch Kranker e.V. (LApK MV)

Herausgeber
Digitalversion, eBook

Im Januar 2006

Zu beziehen als eBook (PDF, 264 Seiten)
"Tyson & Frieda"
Selbsthilfe-Schreibwerkstatt gegen Ausgrenzung im LApK MV e.V.
http://www.lichtblick-newsletter.de/werkstatt_2.html



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[9] Buch: "Nestel - Portrait eines Außenseiters"
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"Gäbe es mehr Menschen wie 'Nestel', die schweigsame Titelfigur im neuen
Buch von Dr. Verena Liebers: Die Welt wäre zweifelsohne besser", schreibt
WAZ-Redakteur Jörg Kolesza. Im Nachwort von Professor Eggers, ehemaliger
Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Essen, heißt es: "Nestel ist in
der Tat ein in seiner Ungewöhnlichkeit liebenswerter Außenseiter ... Der
psychiatrisch geschulte Leser könnte versucht sein, Nestel als eine
autistoid-schizoide Persönlichkeit mit zwanghaften Zügen zu etikettieren,
würde damit dem Reichtum und der Facettenvielfalt von Nestel`s
Persönlichkeit jedoch nicht gerecht. Etikettierungen eignen sich ohnehin
eher für Marmeladengläser. Das Buch von Verena Liebers ist ein Aufruf zur
wohlwollenden und respektvollen Akzeptanz des anderen in seiner Eigenart,
also recht eigentlich zur Toleranz."

Nestel, Verena Liebers, Roman, ca. 220 Seiten
ISBN 3-9809635-2-7, weitere Informationen unter
http://www.salonline.de



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[10] Urteil: GmbH-Geschäftsführer sind rentenversicherungspflichtig
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München (ddp). Ein bisher unveröffentlichtes Urteil des Bundessozialgerichts
(BSG) wird viele der knapp eine Million GmbH in Deutschland teuer zu stehen
kommen. Geschäftsführer, die auch Gesellschafter sind, müssen danach
Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung leisten, bestätigte der
Gerichtssprecher dem Nachrichtenmagazin "Focus". Ein Unternehmensberater und
Alleingesellschafter aus Schleswig-Holstein unterlag in dem Verfahren der
Deutschen Rentenversicherung. "Eine sehr nachteilige Entscheidung für den
Mittelstand", kritisierte sein Anwalt.

Der Zwölfte Senat kam in seinem Urteil (Az B 12 RA 1/04 R) zu einer völlig
neuen Bewertung: Der Geschäftsführer sei "selbstständig tätig und hat nur
einen Auftraggeber, die GmbH". Wie andere Scheinselbstständige müsse auch er
einzahlen. Betroffenen drohen laut Rentenversicherung bis zu fünf Jahre
rückwirkend Beiträge von insgesamt bis zu 28 655 Euro. Die Versicherungs-
anstalten warten noch die schriftliche Urteilsbegründung ab.



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[11] "Verletzte Seelen - Bilder psychisch kranker Kinder und Jugendlicher"
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(pm). Die Ausstellung "Verletzte Seelen - Bilder psychisch kranker Kinder
und Jugendlicher" ist vom 8. März bis zum 4. Mai 2006 in der Kreisverwaltung
Neuwied, Wilhelm-Leuschner Str. 9, 56564 Neuwied zu sehen (Tel.: 02631 - 803
-0). Vorgestellt werden Bilder von Kindern und Jugendlichen, die an
unterschiedlichen psychischen Krankheiten leiden. Die Ausstellung
verdeutlicht auch die Erfolge, die durch Behandlung und Therapie erzielt
werden konnten. Am Mittwoch den 8. März 2006 wird die Ausstellung um 17.00
Uhr mit einen Festakt eröffnet, zu dem Interessierte herzlich eingeladen
sind. Es sprechen u.a. die Gattin des Ministerpräsidenten, Frau Roswitha
Beck, Kuratoriumsvorsitzende des Vereines gemeindenahe Psychiatrie in
Rheinland-Pfalz und Dr. med. Michael Löchel, Chefarzt der Johanniter
Tagesklinik Neuwied.

Nähre Informationen: Dr. Ulrich Kettler, Psychiatriekoordinator
Tel. 02631 - 803 732 oder 02631 - 803 722
E Mail: ulrich.kettler@kreis-neuwied.de



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[12] Leserbrief zum Forum "Machtlos-machtnix"
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Machtlos-machtnix ist ein Forum von Süchtigen für Süchtige. Die meisten von
uns sind Mitglieder der Selbsthilfegruppe Narcotics Anonymous (NA), die das
von den Anonymen Alkoholikern her bekannte 12-Schritte-Programm praktiziert.

Das Forum dient dem Austausch und der gegenseitigen Hilfestellung von
Süchtigen. Mitmachen kann jeder Süchtige, der von der Drogensucht genesen
möchte. In unserem Forum gibt es Informationen rund um Narcotics Anonymous
sowie einen Austausch der Süchtigen auf persönlicher Ebene.

Wir empfehlen, ebenfalls eine Selbsthilfegruppe zum Erlangen der Abstinenz
zu besuchen. Das Forum ist eine gute Ergänzung zur Gruppe, gerade für die
Leute, die keine Gruppen in ihrer Nähe haben oder an die Wohnung gefesselt
sind.

Falls Du denkst, Du könntest u. U. ein Süchtiger sein, schau doch einfach
bei uns rein. Du bist herzlich willkommen!

http://www.machtlos-machtnix.org

Gruß Dirk



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[13] Lichtblick Surftipp
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--> Ärzte befürchten Versorgungslücke für chronisch kranke Patienten
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1839_06.html

--> Erst zum Hausarzt - 60 000 Versicherte können Praxisgebühr sparen
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1853_06.html

--> Studie: Mängel bei Angaben zu Arznei-Nebenwirkungen
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1840_06.html

--> Rente ab 67: Ministerium will Einzelfallgerechtigkeit
Struck regt Wiedereinführung der Erwerbsunfähigkeitsrente an
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1857_06.html

--> Streit um Dienstleistungsrichtlinie
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1859_06.html

--> Modellprojekt Familiengesundheitspflegerin
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1814_06.html

--> Gesundheitsbranche entwickelte 100 000 neue Jobs in fünf Jahren
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1833_06.html

--> Bundesärztekammer fordert mehr Arztbesuche in Schulen
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1809_06.html

--> Schmidt informiert sich über niederländisches Gesundheitssystem
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1805_06.html

--> Polizei findet nach Familiendrama Abschiedsbrief der Mutter
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1802_06.html

--> Psychisch kranker Mann soll absichtlich Frau überfahren haben
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1817_06.html

--> Vater und Sohn lebten eineinhalb Jahre mit toter Mutter in Wohnung
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1844_06.html

--> Arbeitsgruppe soll Fall der verwahrlosten Wohnung untersuchen
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1845_06.html

--> Arzneimittelausgaben 2005 um über 16 Prozent gestiegen
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1818_06.html

--> Brandenburg: Kabinett beschließt Verkauf der Landeskliniken
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1820_06.html

--> Stärke des Placeboeffekts hängt von der Art der Behandlung ab
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1822_06.html

--> Der Kompromiss zu den Kinderbetreuungskosten
Wer wie viel von der Steuer absetzen kann
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1823_06.html

--> Wissenswert: Wie entsteht ein Deja-vu-Erlebnis?
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1828_06.html

--> Neues Schlafmittel fördert Träume für erholsamere Nachtruhe
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1830_06.html

--> Proteste gegen Lohnkürzungen im sozialen Bereich
http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1848_06.html

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