Nachrichten aus Psychiatrie und Selbsthilfe

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Aha!
Lichtblick-Newsletter Nr. 179 vom 07.03.2006


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Lichtblick-Newsletter Nr. 179 vom 07.03.2006
Nachrichten aus Psychiatrie & Selbsthilfe (naps)
ISSN 1619-1927 (Deutsche Bibliothek)
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Liebe Leserinnen und Leser!

Aus aktuellem Anlass kommt heute "schon wieder" der
Lichtblick-Newsletter. Ein wichtiger Grund ist das bundesweite
Filmfestival Ausnahme|Zustand: Depression - Psychische Erkrankungen,
das in über 60 deutschen Städten für eine Woche aufgeführt wird.
Städte, die noch in das Festivalprogramm aufgenommen werden wollen und
weitere Unterstützer melden sich bitte bei Irrsinnig Menschlich e.V. in
Leipzig.

Ihr Lichtblick-Team



T H E M E N

1. Arzneimittel: Gefährliche Zusatzstoffe
2. Filmfestival Ausnahme|Zustand
3. Lichtblick-Surftipp



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[ 1 ] Arzneimittel: Gefährliche Zusatzstoffe
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WDR, heute, Dienstag, 7. März 2006, 21.50 Uhr

PRESSEMITTEILUNG

Köln, 06.03.2006 - Schwangere Frauen und Eltern greifen aus
gesundheitlichen Gründen gerne auf pflanzliche Arzneimittel zurück. Da
diese Mittel meist kaum Nebenwirkungen haben, können sie nicht schaden,
so eine viel verbreitete Meinung. Ein Test des ARD-Magazins [plusminus
(Das Erste, 7. März 2006, 21.50 Uhr) hat ergeben, dass dies eine
fatale Fehleinschätzung sein kann, wenn die verabreichten Medikamente
neben den eigentlichen Wirkstoffen die Chemikalie Dibutylphthalat
(DBP) enthält.
Gemeinsam mit dem Institut für Umwelt- und Arbeitsmedizin der
Universität Erlangen untersuchte das ARD-Magazin Urinproben von neun
Männern und Frauen auf die Konzentration des gefährlichen Weichmachers
DBP in ihrem Körper. Er bewirkt, dass sich die Inhaltsstoffe des
jeweiligen Medikaments noch nicht im Magen auflösen. Alle Testpersonen
nahmen jeweils ein freiverkäufliches pflanzliches Mittel gegen
Erkältung ein. Das Ergebnis der Untersuchung: Der Grenzwert der
Europäischen Lebensmittelbehörde für die Langzeiteinnahme von DBP
wurde bis zu 63-mal überschritten. "Dies ist eine Größenordnung, bei
der man mit Gesundheitsschäden zu rechnen hat", bewertet Prof. Dr.
Jürgen Angerer das [plusminus-Testergebnis.

DBP wird von der Weltgesundheitsorganisation und der EU als "frucht-
und entwicklungsschädigend" eingestuft. In Babyartikeln, Kosmetika und
Spielzeug ist es mittlerweile verboten. Als so genannter Hilfsstoff in
den Hüllen von Medikamenten ist DBP weiter zugelassen. Insgesamt gibt
es in Deutschland 51 Arzneimittel, in denen der Hilfsstoff DBP
enthalten ist. Rund die Hälfte davon ist frei verkäuflich. Bei den
Präparaten handelt es sich zum Beispiel um Medikamente gegen
Erkältungen, Bronchitis, Asthma, Schlafstörungen, erhöhte
Cholesterinwerte oder Eisenmangel. Einige davon sind im Beipackzettel
ausdrücklich als für Schwangere geeignet gekennzeichnet. Das
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn will die
[plusminus-Untersuchungsergebnisse prüfen und dann über eine
Einschränkung der Anwendung oder über neue Hinweise auf den
Packungsbeilagen von DBP-haltigen Arzneimitteln entscheiden.
Eine vollständige Liste mit allen betroffenen Medikamenten wird
[plusminus morgen an dieser Stelle veröffentlichen.

Quelle: http://www.daserste.de
Eingestellt: http://www.lichtblick-newsletter.de/ticker1894_06.html



TIPP
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Lichtblick: Gästebuch wird auch als Forum genutzt
http://www.lichtblick-newsletter.de/gb/gbuch.php3
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[ 2 ] Filmfestival Ausnahme|Zustand
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http://www.ausnahmezustand-filmfest.de

Bundesweites Filmfestival Depression - Psychische Erkrankungen
startet am 27. April 2006 in Berlin, Kiel, Leipzig, Hamburg und München

Psychische Erkrankungen sind in Europa stärker verbreitet als auf
anderen Kontinenten. Jeder dritte Mensch ist davon betroffen. Dennoch
wird darüber kaum gesprochen. Denn das Etikett "Psychiatrie-Patient"
stigmatisiert oft lebenslang. Mit dem bundesweiten Filmfestival
Ausnahme|Zustand wollen der Leipziger Verein Irrsinnig Menschlich und
die Berliner Programm-Macher EYZ mit ihrem Filmverleih BFILM
seelische Erkrankungen ins Gespräch bringen, informieren, aufklären
und unterhalten.

Ausnahme|Zustand zeigt acht aktuelle Dokumentationen: Aus den USA
Tarnation von Jonathan Caouette und People Say I'm Crazy von John
Cadigan, aus Norwegen Ohne Gewicht von Sigve Endresen, aus der Schweiz
Dieter Gränichers SeelenSchatten, den algerisch-französischen Beitrag
Entfremdungen von Malek Bensmail, die italienische Produktion Noch
eine Stunde mit Dir von Alina Marazzi sowie die deutschen Filme
Janine F. und Raum 4070/4071 der RegisseurInnen Teresa Renn und Jana
Kalms/Torsten Striegnitz. Protagonisten der Filme sind Menschen mit
psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen auf der Suche nach der
eigenen Identität, im Spannungsfeld zwischen neugierigem Interesse und
gesellschaftlicher Stigmatisierung.

Das innovative Netzwerk der digitalen Programmkinos in Deutschland
unterstützt durch DCS Digital Cinema Services präsentiert die
Festivalfilme in herausragender Qualität. Das Filmfestival startet am
27. April 2006 und macht anschließend in über 60 weiteren deutschen
Städten für 1 Woche oder mehr Station bis November 2006.

Festivalpartner vor Ort sind Selbsthilfegruppen, Verbände,
Organisationen und Einrichtungen, die sich für die Erhaltung und
Förderung der seelischen Gesundheit engagieren wie u.a. das Bündnis
gegen Depression, der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. oder der
Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. Sie werden das
Kinopublikum einladen zu Gesprächen über das Tabuthema seelische
Krankheit und Hilfsangebote für Menschen mit seelischen Krisen in
ihrer Region vorstellen.

"Psychische Behinderungen müssen stärker öffentlich wahrgenommen
werden", fordert die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange
behinderter Menschen Karin Evers-Mayer, die zusammen mit Aktion Mensch
das Festival wesentlich unterstützt und es am 27. April 2006 im
Berliner Kleisthaus eröffnen wird.

Dafür jetzt schon zugesagt haben der Filmkritiker und Moderator Knut
Elstermann, der Filmemacher Dieter Grähnicher, die Sängerin Kari
Iveland, der Schauspieler Giovanni Arvaneh aus der ARD-Serie
Marienhof und der Berliner Musiker Hendrik Bruch. "Ich habe das Glück
gehabt, nachdem ich an dem zweimaligen Versuch mich zu entsorgen
gescheitert bin, einen kompletten Neuanfang zu wagen", so Bruch.
"Allein hätte ich es nie geschafft, aus meiner schweren Depression
herauszukommen. Es ist wirklich wichtig über seelische Krisen vielmehr
reden zu können."

Weitere ausführliche Information sowie einen Presse-Downloadbereich
mit Fotos und Materialien zum Filmfestival Ausnahme|Zustand finden Sie
unter: www.ausnahmezustand-filmfest.de.

Städte, die noch in das Festivalprogramm aufgenommen werden wollen und
weitere Unterstützer melden sich bitte bei Irrsinnig Menschlich e.V. in
Leipzig.

Kontakt / Presse:
EYZ Kino GbR
Andreas Wildfang
Tel.: 030 - 24313030
Fax: 030 - 24313031
wildfang@eyz-kino.de
www.eyz-kino.de

Irrsinnig Menschlich e.V.
Dr. Manuela Richter-Werling
Tel.: 0341 - 2228990
Fax: 0341 - 2228992
info@irrsinnig-menschlich.de
www.irrsinnig-menschlich.de

TIPP: Rostock: Do., 4. bis Mi., 10. Mai 2006
Kino: Lichtspieltheater Wundervoll
Festivalpartner: Gesundheitsamt Rostock
Bündnis gegen Depression - Rostock
http://www.ausnahmezustand-filmfest.de/infos/staedte/rostock/



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[ 3 ] Lichtblick-Surftipp
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::: Angehörigenratgeber jetzt auch in russischer und türkischer Sprache
http://www.bapk.de

::: Chat-Partnerin erstochen: 33jähriger kommt in die Psychiatrie
http://www.welt.de/data/2006/03/07/856221.html

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IMPRESSUM

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Hg: Familien-Selbsthilfe Psychiatrie Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V. (LApK MV e.V.)
Henrik-Ibsen-Str. 20, 18106 Rostock, Tel./Fax 0381 - 72 20 25

Vereinsregister VR 1985 / Amtsgericht Rostock

Ulrike Schob vorstand@lichtblick-newsletter.de
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