Für meinen Parlamentskollegen S.
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Beatrice Alder Finzen, Abgeordnete des Kantons Basel-Stadt, hat sich mit den Folgen der umgangssprachlichen Verwendung des Begriffes Schizophrenie beschäftigt. Unter dem Titel "Schizophrenie als Metapher und die Folgen" brachte sie per Handzettel folgende Argumentation im Umlauf:
Für meinen Parlamentskollegen S.,
der mich durch eben diese Verwendung des Wortes als Metapher dazu provoziert hat, diese Zeilen zu verfassen. Beatrice Alder Finzen im Dezember 1999
Als Metapher wird die Verwendung eines Wortes außerhalb seiner eigentlichen Bedeutung verstanden. SCHIZOPHRENIE ist kein Charakterzug sondern eine schwere, im allgemeinen gut behandelbare Krankheit. Sie beeinträchtigt - solange sie unbehandelt ist - das Fühlen, Wahrnehmen und Wollen-Können. Wenn das Wort schizophren - so wie es sich in der Umgangssprache eingebürgert hat, verwendet wird, steht es im Allgemeinen für "verrückt, absurd, gespalten, gefährlich". Daran hat die Verwendung dieses Wortes in den Medien sowie die Darstellung von Schizophreniekranken im Fernsehen (man denke nur an die Krimis!) keinen kleinen Anteil. Die FOLGEN für die Kranken und ihre Angehörigen lassen sich leicht vorstellen.
Wenn jemand, der schizophreniekrank ist, deswegen als verrückt, gespalten, gefährlich und in der Folge davon als unheimlich gilt, ist die Integration in Gesellschaft und Arbeitswelt unmöglich.
Ich hoffe, dass ich zum Nachdenken anregen und dazu beitragen kann, die Verwendung des Wortes schizophren (oder seine Abwandlungen wie z.B. schizo) zu vermindern. Denn Schizophreniekranke und ihre Angehörigen verdienen unser Mitgefühl und nicht Ausgrenzung oder Angst.
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