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Osnabrück (ddp). Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karl Hermann Haack (SPD), hat die Pläne des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen kritisiert, die Langfristverordnung für Heilmittel abzuschaffen. "Eine ununterbrochene Behandlung mit notwendigen Heilmitteln muss für Menschen mit besonders schweren Erkrankungen und Behinderungen unter klaren Voraussetzungen weiterhin unbürokratisch möglich sein," sagte Haack der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe).
Der Entwurf des Bundesausschusses für eine Novellierung der Heilmittelrichtlinien liegt dem Bundesgesundheitsministerium zur Beschlussfassung vor und soll Ende April in Kraft treten. Bei Wegfall der Langfristverordnung werden Patienten nach einer festgelegten Anzahl von Behandlungen beispielsweise im Bereich Physiotherapie oder Logopädie zu einer Therapieunterbrechung von mindestens zwölf Wochen gezwungen. Dann muss neu beantragt und genehmigt werden. "Eine ausreichende Versorgung gerade der besonders schwer betroffenen Menschen ist dann nicht mehr sichergestellt", betonte der Bundesbeauftragte.
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