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Erfurt (ddp-lth). Rund drei Jahre nach dem Amoklauf eines 19-Jährigen im Erfurter Gutenberg-Gymnasium werden noch immer Schüler und Lehrer psychologisch betreut. Wie das MDR Thüringen Journal am Sonntag unter Berufung auf die Thüringer Unfallkasse berichtete, sind zurzeit 43 Schüler und Lehrer in therapeutischer Behandlung. Noch immer würden Schüler oder auch Absolventen wegen posttraumatischer Belastungen um medizinische Hilfe bitten. Das Sozialministerium habe den Betreuungsbedarf ursprünglich auf ein Jahr veranschlagt.
Dem Bericht zufolge hat die Versicherung seit April 2002 für Behandlungen und so genannte Versichertenrenten der Gutenberg-Schüler und Lehrer insgesamt 3,9 Millionen Euro ausgereicht. Die Versichertenrente werde je nach Schwere der psychischen Folgen - befristet - auch an Schüler wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gezahlt. Derzeit würden noch über 50 Anträge auf diese Rentenzahlungen geprüft.
Ein 19-jähriger Ex-Schüler hatte bei einem Amoklauf am 26. April 2002 an dem Gymnasium 16 Menschen erschossen und sich anschließend selbst getötet. Die Schulleitung hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass der Unterricht in dem sanierten Schulgebäude an der Gutenbergstraße in Erfurt frühestens im Sommer wieder aufgenommen werden solle. Ursprünglich war der Wiedereinzug von Schülern und Lehrern in den kommenden Wochen vorgesehen.
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