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Saarbrücken (ddp-swe). Der saarländische Gesundheitsminister Josef Hecken (CDU) will irreführender Werbung für Schönheitsoperationen und TV-Reality-Shows "ein Ende setzen". Es sei verantwortungslos, durch solche Sendeformate zu vermitteln, dass Schönheit mit Hilfe des Skalpells wie aus dem Bestellkatalog und ohne Risiko zu haben sei, sagte der Minister am Dienstag in Saarbrücken. In der Diskussion um eine Änderung des Heilmittelwerbegesetzes forderte er, schwarzen Schafen das Handwerk zu legen.
Nicht selten komme es bei Schönheitsoperationen zu schweren Komplikationen, sagte Hecken weiter. Nach einer amerikanischen Studie komme auf 5000 Fettabsaugungen ein Todesfall. Das würde nach Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums in Deutschland eine Dunkelziffer von 50 Toten pro Jahr ergeben.
Wer dennoch an eine Schönheitsoperation denke, solle sich von einem Arzt umfangreich über Notwendigkeit, Risiken, Kosten und Haftung aufklären lassen, empfahl Hecken. Gleichzeitig verwies er darauf, dass "Schönheitschirurg" keine geschützte Berufsbezeichnung sei. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 400 000 Schönheitsoperationen durchgeführt.
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