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Osnabrück (ddp). Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe hat die Gesundheitspolitik der Bundesregierung scharf angegriffen. Er befürchte, dass ,"die von der Gesundheitspolitik ausgelösten Entwicklungen in absehbarer Zeit negative Auswirkungen auf Lebensqualität und Lebenserwartung" haben werden, sagte Hoppe der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). Unterm Strich hätten die Reformen die medizinische Versorgung der Versicherten verschlechtert, da die Kosteneinsparungen ohne Leistungseinschränkungen nicht erreicht werden könnten.
Hinzu komme eine "teilweise fatale Wirkung" der höheren Zuzahlungen, sagte Hoppe. Sie sorgten dafür, dass vor allem einkommensschwache Kranke auf notwendige Behandlungen verzichteten. Krankenhausabteilungen würden durch die Modernisierungen verschwinden oder umgewidmet. Schnelle medizinische Hilfe sei nicht mehr überall möglich. Vor allem in Ostdeutschland sinke die Zahl der Kassenärzte, "weil diese Form der Medizin für viele Ärzte nicht mehr erträglich ist", unterstrich Hoppe.
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