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Berlin (ddp-bln). Sozial schwache Berliner sollen nach Vorstellung von Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) von Praxisgebühr und Zuzahlungen für Medikamente befreit werden. Das forderte die Politikerin im Gespräch mit der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe). Es sei alarmierend, dass sich der Rückgang der Arztbesuche seit Einführung der Praxisgebühr vor allem in den sozial schwachen Bezirken bemerkbar mache, sagte sie dem Blatt. "Ich sehe die Gefahr eines Anstiegs chronischer Krankheiten, die mit viel Aufwand behandelt werden müssen. Für die Menschen ist das bedrohlich und dazu ökonomisch kompletter Unsinn", fügte Knake-Werner hinzu.
Die Senatorin kündigte an, den Öffentlichen Gesundheitsdienst künftig stärker an der medizinischen Versorgung der Bevölkerung zu beteiligen. So hat die Senatsgesundheitsverwaltung der Zeitung zufolge mit den Kassen eine Vereinbarung ausgehandelt, damit Impfungen über den Gesundheitsdienst finanziert werden können, die dann in Schulen erfolgen. Außerdem schlug Knake-Werner vor, die Schuleingangsuntersuchung um zwei Jahre vorzuziehen und in die Kindertagesstätten zu verlagern, um so frühzeitig Defizite festzustellen.
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