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München (ddp). Senioren sollten ihre Fahrtauglichkeit etwa durch Sehtests regelmäßig kontrollieren lassen. Maximilian Maurer vom ADAC in München empfiehlt älteren Menschen, die medizinischen Möglichkeiten zur Erhaltung der Fahrtauglichkeit zu nutzen. Dazu gehörten unter anderem regelmäßige Sehtests, zu denen der Automobilclub bereits ab einem Alter von 40 Jahren rate.
In Deutschland sind Fahrtauglichkeitsprüfungen für Rentner nicht gesetzlich vorgeschrieben. Freiwillig unterziehen sich ältere Menschen nach Angaben Maurers fast nie einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung der Fahrtüchtigkeit, da dieser Test nicht anonym ist und das Ergebnis in jedem Fall akzeptiert werden müsse. Beim ADAC und anderen Anbietern gebe es ein spezielles Sicherheitstraining für Senioren, sagt Maurer. Danach könnten sich die Teilnehmer selbst die Frage beantworten, wie fit sie noch sind.
Der ADAC ist nach seinen Worten gegen gesetzlich vorgeschriebene Fahrtauglichkeitsprüfungen für Senioren. Es sei sehr schwierig, einen Menschen daraufhin zu testen. "Viele würden durchfallen, obwohl sie fahrtauglich sind, aber einfach einer solchen Prüfung nicht gewachsen wären", argumentiert Maurer. Zudem zeigten Unfallstatistiken, dass Rentner die harmloseste Gruppe unter den Verkehrsteilnehmern sind.
Meist könnten Senioren selbst sehr genau einschätzen, ob sie noch für den Straßenverkehr tauglich sind. Die meisten älteren Menschen hätten damit keine Probleme und stellten ihr Verhalten auf veränderte Situationen ein, indem sie beispielsweise nicht im Dunkeln fahren oder größere Abstände halten.
Der Begriff Fahrtauglichkeit ist nach Einschätzung Maurers schlecht zu definieren. Auch wenn eine schwere Krankheit wie Demenz vorliege, dürfe ein Arzt seinem älteren Patienten kein Fahrverbot bescheinigen, da er als Mediziner an die Schweigepflicht gebunden sei. "Er kann allerdings auf die Angehörigen einwirken, dass sie den Kranken vom Fahren abbringen", sagt der Experte. Häufig komme es vor, dass Ärzte älteren Menschen dauerhaft Medikamente verschreiben, welche die Fahrtauglichkeit beeinflussen. In diesen Fällen müssten sie ihre Patienten warnen.
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