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Chemnitz (ddp). Das von Rot-Grün geplante Antidiskriminierungsgesetz stößt auf heftige Kritik der Arbeitgeber. Damit führe die Bundesregierung ihre Bemühungen, den Paragrafendschungel zu lichten, endgültig ad absurdum, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt der Chemnitzer "Freien Presse" (Dienstagausgabe) laut einem Vorabbericht. Wer einen solchen Gesetzentwurf vorlege, "sollte das Wort Bürokratieabbau nicht mehr in den Mund nehmen". Damit würden alle bisherigen Bemühungen konterkariert.
Das Vorhaben bringe für die Unternehmen eine Menge von Lasten mit sich, die unnötig Zeit und Geld kosteten, führte Hundt aus. Statt sich um Markt, Produktivität und Innovation zu beschäftigen, werde jeder Unternehmer zwangsweise zum Archivar. So bliebe den Betrieben keine andere Wahl, als Bewerbungsunterlagen künftig neun Monate aufzubewahren, um für mögliche Diskriminierungsklagen gewappnet zu ein. Hundt forderte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) auf, "dieses neue Bürokratiemonster schnellstens zu stoppen".
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