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Ingelheim (ddp-swe). Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) zieht eine positive Bilanz der Aktion "Mainz und Rheinhessen gegen den Schlaganfall". Das Projekt mit Unterstützung des Pharma-Unternehmens Boehringer-Ingelheim habe "wesentlich dazu beigetragen, die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, dass bei einem Schlaganfall sofort medizinische Hilfe geholt werden muss", sagte die Ministerin am Dienstag laut vorab verbreitetem Redemanuskript.
Das Gesundheitsministerium hatte die Werbekampagne gemeinsam mit Boehringer Ingelheim und der Neurologischen Klinik an der Uni-Klinik in Mainz im Spätsommer 2003 ins Leben gerufen. Außerdem engagierten sich weitere Partner wie Apotheken, niedergelassene Ärzte, Rettungsassistenten und Krankenhäuser.
Der Schlaganfall sei eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland und sehr oft Ursache für eine lebenslange Behinderung, betonte Dreyer. Eine zeitgerechte Behandlung könne nicht nur Leben retten, sondern auch schwere Behinderungen vermeiden. Nach Angaben des Ministeriums erleiden landesweit jährlich etwa 12 000 Menschen einen Schlaganfall. Nur etwa 30 Prozent davon würden jedoch innerhalb der ersten drei Stunden behandelt. Mit Überschreitung dieses "Zeitfensters" wachse jedoch das Risiko bleibender Schäden, sagte Dreyer.
Um Betroffenen eine rasche Behandlung bieten zu können, habe die Landesregierung so genannte Schlaganfalleinheiten geplant. Inzwischen hätten sechs zentrale und 13 regionale Einheiten mit insgesamt 92 Plätzen die Arbeit aufgenommen. Die Platzzahlen sollen auf mehr als 100 erhöht werden. Damit und mit der Aufklärungskampagne sei die Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten erheblich verbessert worden, fügte die Ministerin hinzu.
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