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Berlin (ddp). Die Tochter von Hitler-Architekt Albert Speer hält den Film "Der Untergang" über die letzten Tage in Hitlers Führerbunker 1945 für "unverzeihlich verantwortungslos". "Ich finde den Film sehr schlecht", sagte Hilde Schramm dem TV-Sender XXP am Mittwoch in Berlin. Die Deutschen würden nur als Opfer gezeigt und die Angehörigen der Sowjetarmee, deren Totenrate unglaublich hoch war, kämen lediglich folkloristisch, Alkohol trinkend und tanzend vor, kritisierte die Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin.
Solche Filme führten zu einer für sie nicht akzeptablen Perspektive, die zu viel ausblende. "Wie man das besser macht, müssen die Filmemacher sich überlegen, das ist nicht mein Metier", sagte sie. Wichtig sei vor allem, dass junge Menschen aus diesen Jahren der deutschen Geschichte lernten, ein Gesellschaftsverständnis zu entwickeln, damit bei ihnen nicht Blindheit entstehe und zu falschen Entwicklungen führe, betonte die 68-Jährige.
Die promovierte Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin Schramm hat im vergangenen Jahr den Mendelssohn-Preis für Zivilcourage erhalten. Als Mitbegründerin der Stiftung "Zurückgeben" fördert sie jüdische Frauen in Kunst und Wissenschaft. Außerdem ist sie Vorsitzende des Vereins "Kontakte", der ehemaligen Zwangsarbeitern hilft.
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