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Augsburg (ddp-bay). Ein Arzt aus dem Kreis Augsburg soll für den Tod eines 24-jährigen Drogenabhängigen verantwortlich sein. Gegen den Mediziner laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der 57-Jährige habe die dringend erforderliche Einlieferung des Suchtkranken in ein Krankenhaus verhindert. Den Ermittlungen zufolge wollte der Arzt verschleiern, dass er dem Patienten ohne Erlaubnis Drogenersatzstoffe verabreicht hatte, an denen dieser letztlich starb.
Der Arzt war im vergangenen Dezember zu dem 24-Jährigen gerufen worden, da dieser sich wegen seines Drogenkonsums in einem äußerst schlechten Zustand befand. Der Mediziner ließ den jungen Mann jedoch nicht ins Krankenhaus bringen, so dass er in seiner Wohnung starb. Die Obduktion der Leiche stellte schließlich als Todesursache die Überdosierung eines Drogenersatzstoffes fest. Der beschuldigte Mediziner hatte laut Polizei keine Erlaubnis, für diese streng reglementierte Therapie.
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