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Von Matthias Hasberg
Pegau (ddp). Der Tod einer Mutter und ihrer drei Töchter auf einem verschneiten Feld südlich von Leipzig stellt die Polizei vor ein Rätsel. Die Leichen der 38-jährigen Frau und ihrer vier, acht und zehn Jahre alten Kinder waren am Mittwochnachmittag nach einer groß angelegten Suche der Polizei in der Nähe des Ortes Pegau entdeckt worden. Erste Untersuchungen wiesen nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf Tod durch Erfrieren hin, die Hintergründe seien aber noch völlig unklar. "Wir ermitteln jetzt im familiären Umfeld und in der Nachbarschaft", sagte der Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, Guido Lunkeit, am Donnerstag. Der Vater, bei dem es sich laut Medienberichten um den Verwaltungsleiter der Bornaer Helios-Klinik handeln soll, hatte die Familie zuvor als vermisst gemeldet.
Bei der Leiche der Mutter fanden die Polizisten nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Bibel. Ein spiritueller Hintergrund könne daher nicht ausgeschlossen werden, sagte Lunkeit. Auch hätten erste Ermittlungen ergeben, dass die Frau in der jüngsten Zeit "psychische Auffälligkeiten" gezeigt habe. Warum aber die Frau ihre Kinder auf das Feld geführt hatte und warum diese nicht fortgelaufen seien, sei überhaupt noch nicht geklärt, sagte der Sprecher.
Genaueres erhoffe man sich von der Obduktion der Leichen, die noch für Donnerstag angeordnet war. "Dabei sind vor allem die toxischen Untersuchungen sehr wichtig", sagte Lunkeit. Eine Vergiftung könne nicht ausgeschlossen werden. Erste Ergebnisse erwarte man für Freitag nach dem vorläufigen Obduktionsbericht der Gerichtsmedizin. Lunkeit bestätigte zudem Zeitungsberichte, wonach die Frau mit ihren Kindern vor ihrem Verschwinden am Dienstag zu einem Gespräch beim Pegauer Bürgermeister war. Worum es dort ging und wohin die vier anschließend gingen, müsse noch untersucht werden.
Religiöser Wahn? - Experten streiten
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