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06.03.2005



Übersicht "Meldung vom Tage" (März 2005)


06.03

Zeitung: Krankenkassen-Vorstände erhöhten sich 2004 die Gehälter

ddp


Hamburg/Berlin (ddp). Mehrere Vorstände deutscher Krankenkassen haben sich im vergangenen Jahr die Gehälter deutlich erhöht. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf die Gehaltsliste 2004. Die Kassenvorstände müssen ihre Einkommen seit der Gesundheitsreform jeweils zum 1. März offen legen.

Bei der Innungskrankenkasse (IKK) Brandenburg und Berlin verdiente Vorstandschef Enrico Kreutz laut Zeitung 113 353 Euro und somit 18,5 Prozent mehr als 2003. IKK-Sprecherin Gisela Köhler begründete dies mit einem Leistungsbonus für erreichte Ziele im Jahr 2004. Auch bei der BKK Mobil Oil lockten durch Bonuszahlungen kräftige Gehaltssprünge, allerdings sei über die Höhe noch nicht entschieden.

Die Chefs des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Wolfgang Schmeinck und Klaus-Dieter Voß, hätten je 16 667 Euro im Jahr mehr bekommen, schreibt das Blatt. Das Jahresgehalt von Vorstandschef Schmeinck sei auf 215 000 Euro - plus 8,5 Prozent - gestiegen. Voß habe 175 000 Euro verdient, das sei ein Plus von 10,5 Prozent. BKK-Sprecher Florian Lanz sagte, die Gehaltserhöhungen stammten aus dem Jahr 2003, im vergangenen Jahr sei das Salär nicht angehoben worden.

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages, Klaus Kirschner (SPD), sagte dem Blatt zu den Zahlen: "Die Kassenvorstände sollten dringend darauf achten, dass ihre Gehälter im Rahmen bleiben." Sonst müssten die Aufsicht führenden Ministerien einschreiten.

Unions-Fraktionsvize Wolfgang Zöller (CSU) kritisierte, diese Gehaltserhöhungen der Kassenvorstände seien zum jetzigen Zeitpunkt ein "völlig falsches Signal". Was sollten die Patienten davon halten, "wenn für Beitragssenkungen kein Geld da ist, aber die Kassenvorstände sich die Gehälter erhöhen"?


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