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Berlin (ddp). Der Ärzteverband Hartmannbund hat die teilweise üppigen Gehaltserhöhungen von Krankenkassenvorständen scharf kritisiert. "Die Gehaltserhöhungen der Kassenvorstände sind für die Versicherten ein Schlag ins Gesicht", sagte Verbandssprecher Peter Orthen-Rahner der "Berliner Zeitung". Er betonte: "Millionen von Beitragszahlern haben Milliardenüberschüsse der Kassen erwirtschaftet und warten bisher vergeblich auf Beitragssenkungen. Es zeigt sich, dass die Vorstände nicht frei von Selbstbedienungsmentalität sind."
Der Unions-Gesundheitsexperte Wolfgang Zöller (CSU) nennt die Gehaltserhöhungen eine "Zumutung". Die Zahlungen seien "überzogen", sagte Zöller am Montag im Bayerischen Rundfunk. Die erwirtschafteten Überschüsse seien vor allem dazu da, dass die Beiträge für die Versicherten gesenkt werden.
Der Unions-Fraktionsvize kritisierte weiter, die Argumentation der Kassen, dass die Beiträge wegen der unsicheren Finanzlage nicht gesenkt werden, sei nicht nachvollziehbar. "Wenn die Finanzlage der Kassen ungewiss ist, wie kann ich mir dann meine Gehälter erhöhen? Wenn sie so gut ist, dass ich die Gehälter erhöhen kann, dann hätte ich zuerst einmal die Beiträge senken müssen."
Dazu auch:
Zeitung: Krankenkassen-Vorstände erhöhten sich 2004 die Gehälter
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