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Schwerin (ddp-nrd). Das Sozialministerium nimmt die soziale Situation der Mecklenburger und Vorpommern unter die Lupe. Sozialministerin Marianne Linke (PDS) informierte am Mittwoch im Schweriner Landtag über den Beginn der Arbeiten am ersten Armuts- und Reichtumsbericht des Landes. Der Bericht soll Angaben zur sozialen und finanziellen Situation der Haushalte im Land liefern sowie darüber hinaus Aussagen über Zusammenhänge zwischen sozialer Lage, Bildung, Gesundheit und Arbeit treffen. Ein erster Sachstandsbericht soll im Herbst vorgelegt werden. Einen Fertigstellungstermin nannte Linke nicht. Ursprünglich war von 2006 die Rede gewesen.
Mit einem verfügbaren Jahreseinkommen von 13 720 Euro je Einwohner bildete Mecklenburg-Vorpommern Linkes Angaben zufolge 2002 bundesweit das Schlusslicht. Der Bundesdurchschnitt lag zu dem Zeitpunkt bei 16 552 Euro. Um auf diese Summe zu kommen, müssten die verfügbaren Einkommen im Land um mehr als 20 Prozent steigen.
Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Harry Glawe, kritisierte, dass SPD und PDS für die Erstellung des neuen Armuts- und Reichtumsberichts zusätzliche Gelder für externe Berater bereit stellen wollen. Das sei ein Armutszeugnis der besonderen Art, sagte er. Die Landesregierung könne den Bericht mit eigenem Personal zusammenschreiben. Eine zusätzliche Geldausgabe sei unnötig.
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