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Düsseldorf (ddp). Gesundheitsökonom Karl Lauterbach hat die Gehälter von Krankenkassen-Vorständen und Ärztefunktionären kritisiert. Er sei "tatsächlich überrascht" über die überhöhten Gehälter, sagte Lauterbach der "Westdeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe). Die Kassenärztliche Bundesvereinigung beispielsweise sei eine "rein bürokratische Institution", deren Vorstandsposition "keinerlei unternehmerisches Risiko" berge. Daher dürfe das Gehalt ihres Vorstandschefs sich nicht nach den in der freien Wirtschaft üblichen Manager-Gehältern richten.
Der Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie der Kölner Universität forderte zudem mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen. "Zurzeit haben wir 275 gesetzliche Krankenkassen. 30 bis 50 sind auf Dauer sinnvoll", sagte Lauterbach. Vor allem kleinen Krankenkassen wirft er "Rosinenpickerei" vor: "Sie werben um die Gesunden und verschlechtern damit den Wettbewerb."
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