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(naps/rh). Die Treffen des Landesverbandes M-V der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V. (LApK) und seiner Gremien in sozialen Einrichtungen, die konzeptionell und praktisch "Angehörigenarbeit" unterstützen, nehmen zu, wie die Vorsitzende Ulrike Schob gegenüber Lichtblick erklärte. So kamen die Vorstands- und Beiratsmitglieder am Sonnabend im Pflegeheim "Haus am Bibowsee" in Nisbill zusammen. Bei der Begrüßung verwies Ferdinand Hartmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Einrichtung, darauf, dass es für ihn und seine Mitarbeiter "ganz selbstverständlich ist, die Mitwirkungsmöglichkeiten der Bewohner und ihrer Angehörigen zu fördern". Deshalb gibt es Heimfürsprecher, Angehörigentreffen, Beratungsgespräche, Feste und natürlich auch den Briefkasten im Foyer, in dem Bewohner und Angehörige die Möglichkeit haben, sich anonym zu beschweren.
Auf Anfrage bestätigte Geschäftsführer Hartmann, dass es zunächst "in bestimmten Kreisen" massive Vorbehalte gegen den Standort der Einrichtung gab. Doch die Argumente für das fernab von der städtischen Hektik liegende "Haus am Bibowsee" konnten sich durchsetzen.
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| Aufsteller vor dem Konferenzzimmer |
Helle und freundliche Verbindungstrakte |
Beim Rundgang durch die Heimbereiche erläuterte Ferdinand Hartmann das breitgefächerte Angebot. Dabei kam deutlich rüber, so die Gäste, dass das hauseigene Leitbild: "Die Qualität unserer Pflege und Betreuung verbessert die Lebensqualität unserer Bewohner" keine Floskel ist. Gerade die "Extras", die nicht in der Heimbauverordnung stehen, machen das Haus am Bibowsee zu einem besonderen Wohn- und Erlebnisort. Die Bewohner können im Garten arbeiten oder die Tiere im Streichelzoo versorgen. Für Menschen, die einen technischen Beruf ausgeübt haben, ist geplant ein altes Auto aufzustellen, das gepflegt und repariert werden kann. Ein "Erinnerungszimmer" bietet den Rückzug in die Vergangenheit. Wer möchte, kann in einem Entspannungsraum (Snoezelraum) neue Kraft schöpfen. Für Bewohner mit Schlafstörungen gibt es ein Nachtcafé. Vielfältig ist die Liste der individuellen und gemeinschaftlichen Aktivitäten.
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| Heimleiter Ralf Bernitt zeigt das Erinnerungszimmer |
Inzwischen ist das im Juni 2004 in Betrieb genommene Haus zu einer Heimstatt für 73 Wachkomapatienten und Menschen mit einer schweren psychischen Erkrankung geworden. Derzeit beschäftigt es 45 Mitarbeiter. Bei vollständiger Auslastung (121 Plätze) werden es bis 60 Angestellte sein. Da es sich in Nisbill um eine Einrichtung mit dem pflegefachlichen Schwerpunkt psychiatrisch und neurologisch erkrankter Menschen handelt, die durch die Schwere ihrer Erkrankung stationär pflegebedürftig gemäß § 14 SGB XI geworden sind, besteht u.a. eine enge Kooperation mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Städtischen Krankenhauses Wismar. Der Chefarzt der Klinik, Dr. med. Bernd Sponheim, bescheinigte der Einrichtung "eine ausgiebige Qualitätssicherung". Davon zeugt auch ein Aushang mit Zertifikaten im Eingangsbereich. "Bereits vier Mitarbeiter haben die Ausbildung zum Qualitätsbeauftragten mit Erfolg absolviert", berichtete Hartmann. In der Diskussion erklärte Vorstandsmitglied Jochen Grönhagen: "Was zählt, das sind zufriedene Menschen und nicht 'starre Positionen'. Inmitten einer prachtvollen Landschaft mit ausreichender Versorgung leben zu können, ist doch auch der Traum vieler Städter."
LApK-Vorsitzende Ulrike Schob
dankt dem Geschäftsführer
Ferdinand Hartmann für die gastliche
Aufnahme in seinem Haus und überreicht
ihm die aktuelle Ausgabe "Lichtblick". |
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Im Anschluss behandelte das Gremium den Ablauf der "3. Gemeinsamen Tagung von Psychiatrie und Selbsthilfe" in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Rostock am 22. Oktober 2005. Die Aufklärungsveranstaltung steht unter dem Motto: "Betreuungsrecht und Selbstbestimmung". Zu diesem Thema konnte Dr. med. Elmar Habermeyer, Leitender Oberarzt der Klinik, als Referent gewonnen werden. Außerdem sind drei Kurzvorträge aus Sicht eines Betroffenen, einer Berufsbetreuerin und eines Angehörigen geplant. Im weiteren Verlauf kooptierten die Mitglieder Renate Schuhmann (Schwerin) bis zur nächsten Wahl in den Vorstand. Sie ist Nachfolgerin der Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit, die ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Die persönliche Verabschiedung erfolgt durch die Vertreter aus Rostock. Nach dem Punkt "Verschiedenes und Termine" beendete die Vorsitzende die Sitzung gegen 16 Uhr.
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