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07.01.04
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Rezensiert: Doktorspiele von Gert Postel
Rezension bei Amazon:
"Skurril, schräg und entlarvend", 4. Januar 2004
Rezensentin: Marianne Kestler aus Neu Isenburg
(AUSZUG). Als eigentlichen Clou dieser Pseudo-Biografie, bei der im Endeffekt nie ganz schlüssig ist, was nun Fakten sind und wo der Postel'sche Münchhausen sein Talent versprüht, empfinde ich das so genannte "Vorwort" durch Prof. Dr. med. Gert von Berg (das Lieblingspseudonym des Hochstaplers). Die Komik dieser Meta-Pathologisierung erschließt sich dem aufmerksamen Leser allerdings erst nach Ende der Lektüre. Der Verfasser des Vorworts ist niemand geringeres als Gert Postel selbst.
Nicht zuletzt positioniert sich der Autor in diesem "Vorwort" in der gesellschaftspolitischen Aktualität. Man dürfe nicht alles "für bare Münze" nehmen, was in den "etwas selbstsüchtig anmutenden Berichten" P.'s steht. "Unendlich bedeutsamer ist nämlich die Tatsache, dass bereits aufgrund der Zeitungsberichte zu P.'s Prozess sich die gegenwärtig wieder im Erstarken begriffene 'Antipsychiatriebewegung' seiner bemächtigt hat und versucht, ihn zu einem ihrer Säulenheiligen zu machen. ...
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ddp
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