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Bremen (ddp-nrd). Die Zahlungsschwierigkeiten vieler Mecklenburger und Vorpommern ziehen immer häufiger drastische rechtliche Folgen nach sich. 2004 wurde alle 14 Minuten ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss beim Amtsgericht beantragt, wie die Seghorn Inkasso GmbH am Donnerstag in Bremen mitteilte. Das entsprach fast 40 600 Fällen. Alle 25 Minuten wurde eine Eidesstattliche Versicherung abgenommen. Hier belief sich die Gesamtzahl auf mehr als 22 700 Fälle.
Die Gläubiger brachten 2004 mit 83 640 Vorgängen bei den Amtsgerichten 1,6 Prozent mehr Vollstreckungssachen, Zwangsversteigerungen und Zwangsverwaltungen auf dem Weg als 2003, um an ihr Geld zu kommen. Auf die Bevölkerung umgerechnet waren das den Angaben zufolge im Durchschnitt über 48 Zwangsmaßnahmen je 1000 Einwohner.
Leicht abgenommen hat die Zahl der Fälle, in denen der Immobilienbesitz unter den Hammer kommt. Im Jahr 2004 wurden gegenüber 2003 mit 3048 Fällen 0,5 Prozent weniger Zwangsversteigerungen von Immobilien in die Wege geleitet. Etwa alle drei Stunden wird dem Inkasso-Unternehmen zufolge mittlerweile eine Zwangsversteigerung beim Amtsgericht beantragt.
Die meisten Vollstreckungsvorgänge wurden mit 59,4 pro 1000 Einwohner in Berlin veranlasst, die wenigsten mit 37,1 in Bayern. Die stärkste Zunahme verzeichnete Thüringen mit plus 7,6 Prozent vor Sachsen-Anhalt mit plus 6,1 Prozent und Bayern mit plus 5,6 Prozent. Einen Rückgang der Vollstreckungsvorgänge verzeichnete Schleswig-Holstein (-1,3 Prozent) vor Brandenburg (-1,0 Prozent) und dem Saarland (-0,7 Prozent).
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