|
|
Dresden (ddp-lsc). 200 Menschen gelten derzeit in Sachsen als vermisst. Über ihr Schicksal könne nur spekuliert werden, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA) in Dresden auf ddp-Anfrage. Allerdings müsse man nur in den wenigsten Fällen von einem Verbrechen ausgehen. Seit 2004 wurde kein als vermisst Gemeldeter als Opfer einer Gewalttat identifiziert.
Die allermeisten der jährlich rund 2600 als vermisst gemeldeten Personen in Sachsen tauchen laut LKA nach spätestens 14 Tagen wieder auf. Bei Jugendlichen spiele vor allem das Motiv Abenteuerlust eine große Rolle, bei Erwachsenen sei oftmals eine zerrüttete Beziehung Auslöser des Verschwindens.
Von den im vergangenen Jahr gemeldeten Fällen sind laut Polizei noch 13 offen, 4 davon betreffen Kinder. Allerdings sei auch dabei nicht von einer Entführung oder einer Straftat auszugehen. In einem Fall handelt es sich um eine so genannte Kindesentziehung, bei dem der zweijährige Junge von einem Elternteil an einen unbekannten Ort gebracht wurde. Zwei weitere Fälle betreffen zwei illegal eingereiste Kinder, die nach ihrer Unterbringung in einem Kinderheim flohen. Im vierten Fall wird ein 16-jähriges Mädchen vermisst.
|
|