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Berlin (ddp-bln). Nach Einschätzung des Stadtforschungsinstituts Topos müssen in Berlin 35 000 bis 45 000 Haushalte von "Hartz-IV"-Empfängern wegen zu hoher Mieten umziehen. Die Bruttowarmmiete von rund 50 000 bis 70 000 "Hartz-IV"-Empfängern liege oberhalb der vom Senat aufgestellten Richtwerte, sagte Sigmar Gude von Topos-Stadtforschung am Donnerstag in Berlin. Ausnahmeregelungen bewirkten aber, dass bei etwa einem Drittel der betroffenen Haushalte die Miete voll übernommen wird und diese nicht umziehen müssten.
In begründeten Einzelfällen, darunter bei Schwangeren, Alleinerziehenden, Familien mit kleinen Kindern oder nach mindestens 15-jähriger Wohndauer darf das vom Senat Anfang Mai festgelegte Limit bei der Bruttowarmmiete um bis zu zehn Prozent überschritten werden. Ansonsten gelten für die Haushalte gestaffelt nach ihrer Größe Obergrenzen bei der Bruttowarmmiete von 360 Euro (eine Person) bis 705 Euro (fünf Personen).
In den Summen sind die Heizkosten enthalten, nicht jedoch Warmwasser oder Strom. Wer darüber liegt, muss sich eine preiswertere Wohnung suchen. Gude zufolge zeige der Anfang der Woche veröffentlichte Berliner Mietspiegel 2005, dass bei Wohnungen im unteren Preissegment die Mietsteigerungsraten an höchsten ausgefallen sind.
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