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07.10.2005



Übersicht "Meldung vom Tage" (Oktober 2005)



05.10.

Pharmafirmen investieren täglich elf Millionen Euro in neue Arzneien

ddp

Berlin (ddp). Diabetiker können in den nächsten Jahren auf noch bessere Medikamente zur Regulierung ihres Blutzuckerspiegels hoffen. Allein 16 Forschungsprojekte der Pharmaindustrie beschäftigen sich mit dem Diabetes Typ 2 (Altersdiabetes), wie Andreas Barner, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), am Mittwoch in Berlin sagte. Der Verband hatte 39 Mitgliedsfirmen zum aktuellen Stand ihrer Forschungen befragt.

Danach sind 316 Forschungsprojekte so weit fortgeschritten, dass bis 2009 ein neues Medikament zugelassen oder ein bereits zugelassenes in seiner Anwendung erweitert werden kann.

Der Schwerpunkt der Forschungsprogramme liege auf schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf- oder Infektionserkrankungen, sagte Barner weiter. Insgesamt 60 Projekte beträfen die Forschung gegen Krebserkrankungen, 42 Infektionskrankheiten, 39 Herz-Kreislauferkrankungen, 37 entzündliche Erkrankungen. Außerdem könnten in den nächsten vier Jahren sechs neue Antibiotika auf den Markt gebracht werden. Vier davon sollen vorhandene Resistenzen überwinden. Bei der Bekämpfung von Demenz seien allerdings keine großen Erfolge zu verzeichnen, sagte Barner.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Entwicklung von Medikamenten gegen seltene Krankheiten und Krankheiten, die vorwiegend in Entwicklungsländern auftreten, betonte der Vorstandschef. Diese Länder könnten insbesondere von Medikamenten gegen Malaria und neuen HIV-Präparaten profitieren.

Nach Angaben von Barner geben die Unternehmen des Verbandes täglich elf Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aus. Weitere staatliche Reglementierungen könnten allerdings die Investitionskraft der Unternehmen hemmen, sagte Barner angesichts der Entwicklung bei den Arzneimittelausgaben.



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