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Würzburg (ddp). Bundespräsident Horst Köhler spricht sich deutlich gegen aktive Sterbehilfe aus. Köhler sagte am Samstag zur Eröffnung der 5. Fachtagung "Hospiz vernetzt" der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. in Würzburg, nicht durch die Hand eines anderen sollten Menschen sterben, sondern an der Hand eines anderen. Ein Sterben in Würde sei eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft.
Es gebe dabei viele Möglichkeiten, sterbenden Menschen zur Seite zu stehen, betonte Köhler, der beispielhaft neben der Hospiz-Bewegung auch die Palliativ-Medizin nannte. Köhler kritisierte die "Verdrängung des Todes" in der Gesellschaft. Rund 900 000 Tote gebe es jedes Jahr in Deutschland, nur ganz wenige würden jedoch in der Familie sterben. Der Tod müsse aber ganz bewusst als natürlicher Teil des Lebens angenommen und anerkannt werden. Erst der Tod als Grenze mache das Leben kostbar.
Die Fachtagung mit insgesamt 500 Teilnehmern aus dem Hospizbereich, aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sollte noch bis zum Abend dauern. In Workshops diskutierten die Teilnehmer die Themen Hospizarbeit in der stationären Altenhilfe, Palliativ-Medizin sowie die "Vernetzung von Generationen, Organisationen und Professionen" zur ganzheitlichen Sorge um Sterbende.
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