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München (ddp). Die Arbeit hat in der Freizeit und im Urlaub nichts zu suchen. "Wer wieder Kraft für den anstrengenden Berufsalltag sammeln will, sollte in der arbeitsfreien Zeit möglichst ganz von der Arbeit abschalten", sagt der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Hellmut Koch. Statt auf dem Balkon Geschäftsunterlagen zu studieren oder beim Sonntagsfrühstück die E-Mails abzurufen, solle man lieber einen spannenden Krimi lesen.
Wenn sich das ganze Denken nur noch um den Job drehe, dann sei das ein Alarmsignal, warnt der Ärztepräsident. "Arbeitssüchtigen" drohten Herz-Kreislauf-Probleme, Magengeschwüre und andere Krankheiten. Zugleich belaste das "unkontrollierbare Bedürfnis nach Arbeit" oft die sozialen Beziehungen. Das Fatale an der Arbeitssucht sei, dass sie meist nicht als Problem wahrgenommen werde, sagt Koch. Trotz der negativen Auswirkungen behaupteten Menschen immer wieder gerne, dass sie geradezu süchtig nach ihrer Arbeit seien. "Arbeitssucht scheint die einzige Sucht in unserer Gesellschaft zu sein, bei der man stolz ist, sie zuzugeben", sagt Koch.
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