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Frankfurt (Oder) (ddp-lbg). Ein Projekt zur Integration von behinderten Arbeitnehmern in der deutsch-polnischen Grenzregion ist am Montag in Frankfurt (Oder) gestartet worden. Dabei gehe es vor allem um den Austausch von Erfahrungen darüber, wie Betroffene auf beiden Seiten der Grenze in den Arbeitsmarkt integriert werden, sagte Frank Hühner von der Europa-Universität. Dazu werde es mehrere Workshops und Konferenzen mit Vertretern von Politik, Bildungsstätten und Behindertenverbänden aus beiden Ländern geben. Perspektivisch sei auch ein Austausch von Ausbildern und behinderten Arbeitnehmern über die Grenze hinweg möglich.
Das von der EU geförderte Projekt laufe bis August 2007, sagte Hühner. Aktionsgebiet sei die Euroregion Pro Europa Viadrina, zu der Ostbrandenburg und die benachbarte Region der Wojewodschaft Lebuser Land gehören. Das Projekt solle aber auch auf andere Regionen ausstrahlen. Zu den Partnern gehören neben der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt an der Viadrina und weiteren deutschen Einrichtungen auch eine Vereinigung aus dem polnischen Grünberg (Zielona Gora), die behinderten Jugendlichen Ausbildungschancen eröffnet.
Derzeit gibt es in Ostbrandenburg rund 36 000 schwerbehinderte Menschen, sagte Winfried Detmar von der Berliner Gesellschaft für Integration, Sozialforschung und Betriebspädagogik (ISB). Schätzungen zufolge stünden bis zu 4000 von ihnen in einem Arbeitsverhältnis, weitere 1500 seien in Behindertenwerkstätten tätig. Rund 1500 Behinderte der Region seien arbeitslos gemeldet. Das größte Problem sei, dass viele Ostbrandenburger Firmen keine Schwerbehinderten einstellten. Es gebe Vorbehalte vor allem hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und des Kündigungsschutzes.
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