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Düsseldorf/Bielefeld (ddp-nrw). Landesinnenminister Ingo Wolf (FDP) hat den Verein "D.-Unfallhilfe e.V." wegen Betrugsverdachts verboten. Der Verein mit Sitz in Bielefeld soll laut Ermittlungen der Polizei in den vergangenen vier Jahren Spenden und Mitgliederbeiträge in betrügerischer Absicht gesammelt haben, wie Wolf am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Auf diese Weise sei die Hilfsbereitschaft vieler Menschen "auf üble Art und Weise" ausgenutzt worden.
Der Schaden wird auf einen "hohen sechsstelligen Betrag" geschätzt, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Bei Durchsuchungen der Vereinsräume stellte die Bielefelder Polizei den Angaben zufolge Computer und Akten sicher. Mehrere Vereinskonten wurden bei verschiedenen Banken beschlagnahmt.
Der Verein sammelte in Fußgängerzonen, an Haustüren und per Telefon Spenden und warb um Mitglieder. Den Spendern sei vorgetäuscht worden, dass von ihrem Geld Rettungsgeräte gekauft würden und bedürftigen Menschen geholfen würde. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand wurde das gesammelte Geld jedoch für andere, bislang unbekannte Zwecke ausgegeben. "Solche Betrüger schaden den seriösen Hilfsorganisationen und werden deshalb konsequent verfolgt", betonte Wolf.
WICHTIGER HINWEIS!
Der am Dienstag (18.10.) in Bielefeld verbotene Verein, der in der Öffentlichkeit unter dem Namen "Deutsche Unfallhilfe e.V." aufgetreten und im Vereinsregister mit dem Namen "D.-Unfallhilfe e.V." eingetragen ist, ist nicht identisch mit der "Deutsche Unfallhilfe GmbH" mit Sitz in Bochum und Saarbrücken. Darauf hat das Innenministerium NRW heute (20.10.05) in Düsseldorf hingewiesen.
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