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München (ddp-bay). Im Streit um die aktive Sterbehilfe ruft der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, zum Widerstand gegen eine Legalisierung auf. Der Vorstoß von Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (CDU) weise "in eine rechtlich wie moralisch inhumane Richtung", heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme des Kardinals.
Die neu angestoßene Euthanasie-Debatte zeige, dass es notwendig sei, "beharrlich und offensiv eine christliche Antwort zu geben, einen rechtlich und moralisch nachdrücklich begründeten Widerspruch und wenn es sein muss, auch einen zivilen Ungehorsam zu leisten". Durch Kuschs Vorstoß werde der Heilberuf des Arztes in die Rolle gedrängt, Beihilfe zur Tötung zu leisten.
Kusch hatte in einem Zeitungsbeitrag dafür plädiert, den Paragrafen 216 des Strafgesetzbuches zu ändern, der Tötung auf Verlangen unter Strafe stellt. Verantwortungsvolle, mitfühlende Sterbehilfe sei für ihn kein Verstoß gegen humane Grundwerte, sondern ein Gebot christlicher Nächstenliebe, hatte der 51-Jährige in dem Beitrag betont. Mit seiner Forderung löste er bundesweit Proteste aus.
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