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Startseite Rubrik: Meldung vom Tage aktualisiert
02.11.2005



Übersicht "Meldung vom Tage" (Oktober 2005)



28.10.

Job-Boom in der Gesundheitsbranche
Warentest warnt vor unseriösen Kurs-Anbietern

ddp

Berlin (ddp). Die Alterung der Gesellschaft und der wirtschaftliche Umbruch in Deutschland gelten bisher eher als Probleme. Doch die Veränderungen bieten auch Chancen. Darauf geht die Stiftung Warentest in ihrem neuen test Spezial "Jobs in Wellness, Fitness, und Pflege" ein - und warnt gleichzeitig vor Risiken beim Einstieg in diesen Arbeitsmarkt.

In den kommenden Jahren würden diese Branchen eine enorme Zahl von Jobs kreieren. So gehe das Institut für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen davon aus, dass hier bis zu 800 000 Arbeitsplätze entstehen werden. Hintergrund sind die wachsende Zahl der Alten sowie die steigenden Pro-Kopf-Ausgaben der Deutschen für Gesundheit und Pflege.

Als Folge bietet laut Stiftung Warentest der Pflegebereich beste Berufsaussichten. "Dies ist eine der wenigen Branchen, in der man mit einer sehr kurzen Qualifizierung nahezu sicher einen Job findet", betont Redakteurin Nina Gerstenberg. Hier gebe es bereits heute einen Job-Boom.

Gute Chancen haben auch Fitness-Trainer, Wellness- oder Ernährungsberater. Sie dürften angesichts der schlechten Essgewohnheiten sowie zunehmender Gewichts- und daraus resultierender Gesundheitsprobleme der Bundesbürger eine sichere Zukunft haben. Ein Arbeitsbereich mit Perspektive ist auch die Tagesmutter. Als Folge gesetzlicher Regelungen, die eine flächendeckende Kinderbetreuung für unter Dreijährige vorsehen, sollen hier bis zum Jahr 2010 nahezu 50 000 neue Jobs entstehen.

Nutzen kann diese neuen beruflichen Chancen allerdings nur, wer sich entsprechend weitergebildet hat. Je nach Branche varieren die Dauer (zwischen zwei Tagen und zwei Jahren) und die Kosten der jeweiligen Kurse. Stiftung Warentest hat rund 100 Weiterbildungen unter die Lupe genommen. Dabei haben die Tester auf dem sehr unübersichtlichen Markt auch unseriöse oder unqualifizierte Anbieter entdeckt. So wurden bei Weiterbildungen zum Ernährungsberater nach Angaben der Stifung in 13 "von uns getesten Kursen elmentare Grundlagen zum Thema Ernährung nicht vermittelt". Auch fehlte eine klare Aufklärung darüber, was Ernährungsberater überhaupt anbieten dürfen und welche Behandlungen Ärzten vorbehalten sind.

In Kursen zu anderen Branchen wurde nicht ausreichend über Job-Chancen oder -Risken aufgeklärt. Häufig fehlten auch Hinweise, dass bestimmte Kurse auf Grundkenntnissen aufbauen. Warentest-Redakteurin Nina Gerstenberg betont deshalb: "Weiterbildungen bieten Chancen. Aber wer Erfolg haben will, muss sich genau über Zielgruppen, Inhalt und Preise informieren."


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