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Hamburg (ddp). Die für die Messerattacke auf Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (CDU) verantwortliche Frau ist einem Medienbericht zufolge offenbar psychisch schwer krank. Nach Ansicht der Ärzte leidet sie an paranoider Schizophrenie, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete. Die 41-Jährige hatte den Justizsenator am Donnerstag mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen. Am Freitag ordnete das Amtsgericht die Unterbringung der Frau in der forensischen Psychiatrie an wegen dringenden Verdachts auf versuchten Totschlag bei zumindest teilweiser Schuldunfähigkeit.
Wie es in dem Bericht weiter heißt, leidet die Frau nach eigenen Angaben seit ihrer Jugend an Verfolgungsphantasien, wurde aber bislang offenbar nicht gewalttätig. Das Attentat habe sie damit erklärt, dass der Ku-Klux-Klan und die USA Hamburgs Politiker fernsteuerten.
Die Frau hatte nach Angaben des "Spiegel" häufig bei der Polizei angerufen und berichtet, sie werde verfolgt. "Sicherheitsmechanismen zum Schutz der Kranken, aber auch der Öffentlichkeit müssten früher greifen", sagte ihre Vertrauenspflegerin Anja Mordhorst. Dabei hatten die Behörden dem Bericht zufolge gehandelt: Nach einem Brief ihres Vermieters lud der Sozialpsychiatrische Dienst sie am 17. Dezember vor, aber sie erschien nicht. Im Februar alarmierte die Polizei den Dienst erneut, nachdem die Frau auf der Wache erschienen war. Neuer Termin wäre der 19. Februar gewesen. Eine Woche vorher stach sie zu.
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