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Von Jörg Völkerling
Amberg (ddp). Wegen einer tödlichen Samuraischwert-Attacke hat das Landgericht Amberg einen Studenten dauerhaft in die Forensik eingewiesen. Das Amberger Landgericht erkannte am Mittwochabend eine paranoide Schizophrenie bei dem Angeklagten. Nach Meinung von Richter Klaus Demmel sind ohne Behandlung weitere schwere Straftaten von dem 23-Jährigen zu erwarten. Der junge Mann hatte im Oktober vergangenen Jahres im Wahn einen Waffenhändler geköpft.
Der Student will damals nach eigenen Angaben in einem Amberger Geschäftsinhaber den Teufel erkannt haben. Innere Stimmen hätten ihm befohlen, ihn "zu erledigen". Er habe sich dabei als Erzengel Gabriel gefühlt. Nach Darstellung des Sachverständigen Thomas Lippert sei diese Wahnvorstellung bis heute nicht abgeklungen. Oberstaatsanwalt Kurt Wiedemann sagte zur Krankheitsprognose: "Der Beschuldigte ist eine Bombe, von der man nicht weiß, ob und wann sie noch einmal explodiert."
Richter Demmel zeigte sich insbesondere über die fehlende Emotionalität des Angeklagten erschrocken. Beim Betrachten von Bildern seines teilweise "zu Matsch" zerschlagenen Opfers habe er keine Gefühlsregung gezeigt. Auch bei seiner Tat habe er wie ferngesteuert agiert. Demmel sagte: "Er wirkte, als schreite er zu einer befohlenen Exekution." Die Verletzungen des Waffenhändlers belegten die "unendliche Energie", mit der der Beschuldigte zugestoßen haben müsse.
Der Täter entschuldigte sich in seinem letzten Wort für das Geschehene: "Es gibt keinen Tag, an dem ich die Tat nicht bereue." Allerdings habe er weiterhin Angst, noch einmal etwas Ähnliches anzustellen. Das Gericht machte es von einer "sehr, sehr strengen Prüfung" abhängig, ob der Mann jemals wieder aus der Forensik entlassen werden könne.
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