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Düsseldorf (ddp-nrw). Der Konzentrationsprozess in der deutschen Krankenhauslandschaft wird nach Einschätzung von Fachleuten an Schärfe zunehmen. In den nächsten fünf bis zehn Jahren könnten bis zu 30 Prozent der aktuell rund 2200 deutschen Kliniken vom Markt verschwinden, prognostizierte der Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren, Heinz Kölking, am Donnerstag in Düsseldorf.
Kölking äußerte sich anlässlich des bevorstehenden 28. Deutschen Krankenhaustages, der nächste Woche zeitgleich mit der weltgrößten Medizin-Fachmesse Medica in Düsseldorf stattfindet. Der Krankenhaustag steht unter dem Thema "Krankenhäuser 2006 - Schließung oder Zukunft?" Die "chronische Unterfinanzierung" laste auf den Budgets der Kliniken, rügte Kölking. Zusammen mit einem Investitionsstau von 50 Milliarden Euro gerieten daher immer mehr Krankenhäuser in Bedrängnis.
Auf der Medica präsentieren mehr als 4400 Aussteller vom 16. bis 19. November die gesamte Bandbreite der medizinischen Versorgung - von Labortechnik und Diagnostika bis hin zu Elektromedizin und Kommunikationstechnik für Gesundheitseinrichtungen. Erwartet werden über 130 000 Fachbesucher aus 100 Ländern.
Experten rechnen unterdessen im weltweiten Gesundheitswesen mit einem Boom, der mit dem der Informationstechnologie im ausgehenden 20. Jahrhundert zu vergleichen ist. Derzeit wächst die Branche den Angaben zufolge weltweit je nach Region zwischen vier und sieben Prozent. Als Wachstumsbringer gilt vor allem die Medizintechnik.
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