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Berlin (ddp). Laut einer Studie der Berliner Charité kann exzessives Computerspielen zu einer Sucht werden. Wissenschaftler haben anhand von hirnphysiologischen Untersuchungen bewiesen, dass Computerspielsucht auf vergleichbaren Mechanismen wie Alkohol- oder Cannabis-Abhängigkeit beruht. Exzessives Computerspielen aktiviert vermutlich gleiche Strukturen im Hirn wie weiche Drogen, sagte Sabine Grüsser von der Interdisziplinären Suchtforschungsgruppe der Charité.
In der Studie verglichen die Forscher 15 gesunde Computerspieler mit 15 exzessiven Spielern. Als ein solcher wurde eingestuft, wer mindestens drei Kriterien für Sucht wie unstillbares Verlangen, Entzugssymptome und Vernachlässigung anderer Interessen aufwies. Beiden Gruppen wurden Fotos von neutralen Gegenständen, Bier- und Schnapsflaschen sowie ein Standbild aus einem Computerspiel gezeigt. Dabei untersuchten die Wissenschaftler verschiedene Hirnreaktionen auf die visuellen Reize.
Legten die Wissenschaftler den Probanden die Szene aus dem Videospiel vor, fielen den Angaben zufolge die Hirnreaktionen der exzessiven Spieler sehr viel stärker aus als beim Anblick neutraler Reize oder bei Alkoholmotiven. Zugleich erschraken sie sich viel weniger, sobald Spielszenen zu sehen waren. Derlei Bilder sind bei den exzessiven Spielern positiv besetzt, erläuterte Grüsser. Ihre Hirnmuster seien dabei mit denen von Alkohol- oder Cannabisabhängigen vergleichbar.
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