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(naps/rh). Mit verlockenden Angeboten umwirbt die spezialisierte Personalberatung Universitas im bayerischen Eggenfelden deutsche Fachärzte für den Medizin-Markt im Mittleren Osten. Einträge in Internet-Jobbörsen und E-Mail-Marketing haben für die rasante Verbreitung der aktuellen Universitas Mitteilung gesorgt. Im Vorspann steht: "Die Arabischen Emirate und andere Golfstaaten bieten steuerfreie Gehälter und angenehme Arbeitsbedingungen. Dubai baut eine Gesundheitsstadt mit 350 Kliniken ..." Ein Grund dafür sei, dass der millionen-schwere Gesundheits-Tourismus von den Golf-Staaten nach Europa reduziert werden soll. Nach Informationen von Universitas entsteht dort gegenwärtig die "Dubai-Healthcare-City" mit den geplanten 350 Kliniken.
Die auf die Vermittlung von Ärzten in die Golf-Staaten spezialisierte Personalberatung Universitas kooperiere seit langem mit renommierten Krankenhäusern in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten mit dem Schwerpunkt Dubai, in Oman, Qatar, Bahrain, Kuwait etc, erklärt der Inhaber Roland Herbert. Er schildert seine Erfahrungen in dem Beitrag so: "Die dortigen Arbeitsbedingungen sind in keiner Weisen mit den deutschen zu vergleichen, wenig Bürokratie und ein hohes Niveau bei der medizinischen Versorgung". Weiter heißt es, dass neben "Langzeit-Beschäftigten" aus allen Fachgebieten teilweise auch Locums gesucht werden, "Fachärzte, die nur für einige Wochen oder Monate in den Golf-Staaten arbeiten möchten". Eine weitere Motivation für deutsche Ärzte, ein bis fünf Jahre in die Wüste zu gehen, ist die finanzielle Seite, verlautbart der Artikel. "Die meisten Krankenhäuser zahlen Gehälter von ca. 150 000 US Dollar p.a. und mehr - steuerfrei. Hinzu kommen oftmals kostenlose Unterkünfte (Häuser oder Wohnungen), kostenlose Chauffeur-Dienste von der Wohnung in die Klinik, jährlich ein Hin- und Rückflug nach Deutschland und andere Vergünstigungen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Familienangehörige und Kinder mitzunehmen, da - in aller Regel - ausländische Schulen vor Ort vorhanden sind."
Angemerkt wird, dass in den meisten Krankenhäusern ausschließlich Fachärzte mit mindestens fünfjähriger verantwortlicher Tätigkeit gesucht werden - nur in Ausnahmen werden drei Jahre als FA akzeptiert, geschlechtsunabhängig. "Nur in der Gynäkologie haben Männer keine Chancen, weshalb Gynäkologinnen besonders herzlich willkommen sind."
Lichtblick-Kommentar: Tausende deutsche Mediziner wehrten sich vorgestern gegen "Billighonorare" und Bürokratie. Wehe dem deutschen Gesundheitssystem und den Patienten, dass nun die besten Fachärzte aus lauter Verzweiflung in die Wüste gehen, z.B. nach "Dubai-Healthcare-City".
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