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München (ddp-bay). Bayerns Schüler und Eltern müssen bei Inanspruchnahme von Schulpsychologen oder Beratungslehrern mehrere Woche auf einen Termin warten. Die durchschnittliche Wartezeit bei den Psychologen betrage 7, an Hauptschulen sogar 15 Wochen, teilte der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) am Dienstag in München mit. Bei Beratungslehrern sei eine Wartezeit von rund dreieinhalb Wochen üblich.
Es sei für Schüler und Eltern völlig inakzeptabel wochenlang auf einen Beratungstermin zu hoffen, da in den meisten Fällen deutlich schneller gehandelt werden müsse, sagte BLLV-Präsident Albin Dannhäuser. "Pädagogische oder persönliche Krisen können nicht warten", betonte er. Eine kürzlich durchgeführte Studie des BLLV unter Schulpsychologen und Beratungslehrern zeige, dass die Pädagogen "unter Dauerstress" stünden. In einem Schuljahr berät ein Schulpsychologe im Schnitt 100 Schüler, an Hauptschulen sogar 160. Ein Beratungslehrer ist durchschnittlich mit 75 bis 100 Fällen pro Schuljahr konfrontiert. "Der Bedarf ist groß, das Angebot dagegen verschwindend klein", beklagte Dannhäuser.
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