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Das Sächsische Psychiatriemuseum des Vereins Durchblick e.V. in Leipzig erhält den III. Förderpreis "Entstigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen" der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Kooperation mit Open the doors e.V. und Sanofi-Aventis. Der mit 6000 Euro dotierte Förderpreis 2005 wird zur Eröffnung des diesjährigen DGPPN-Kongresses am Mittwoch, den 23. November 2005 um 18.30 Uhr im ICC Berlin zu gleichen Teilen an das Sächsische Psychiatriemuseum und BASTA, München überreicht.
Das 2001 gegründete Museum will mit Ausstellungen und Veranstaltungen zum Abbau von Vorurteilen gegenüber der Psychiatrie und den Betroffenen beitragen. |
Dabei wird die Geschichte der Psychiatrie als Teil der Kultur- und Sozialgeschichte dargestellt. Davon zeugen u.a. die Lebensgeschichten von Psychiatriepatienten wie Daniel Paul Schreber, Robert Schumann und Lene Voigt, die in der Dauerausstellung "IRR-SINN" vorgestellt werden. Mit dem Förderpreis Entstigmatisierung wird auch gewürdigt, dass das Museum als Integrationsprojekt arbeitet. Gefördert durch die "Aktion Mensch" finden im Museumsbetrieb psychisch erkrankte Menschen eine Möglichkeit der Betätigung und des Zuverdienstes.
Die Beteiligung der Betroffenen spiegelt sich auch in dem neuen Erscheinungsbild des Museums wider. Das von der Dortmunder Grafikerin Monika Maria Luis gestaltete Logo nimmt Details einer Radierung des Künstlers Thomas Riesner auf. Die in der Werkstatt des Durchblick entstandene Arbeit bringt die Gefühle Psychiatriebetroffener zum Ausdruck. Luis diente das assoziationsstarke Motiv als Vorlage für einer prägnante Wort-Bildmarke. Das neue Logo repräsentiert damit die für das Selbstverständnis des Museums wichtigen Aspekte der Darstellung der Perspektive von Betroffenen und der Verbindung von Psychiatrie und Kunst.
Noch bis zum 17.12. ist die Sonderausstellung "Flucht in die Wolken" Psychiatrie im Spiegel eines DDR-Kultbuches zu sehen. Für einen Besuch empfiehlt sich die Finissage am 8.12.05 um 19 Uhr, zu der es eine Lesung aus dem Buch "Flucht in die Wolken" mit Anne Keller und Katja A. Pohl und eine anschließende Führung durch die Ausstellung gibt.
Rückfragen und weitere Informationen:
Sächsisches Psychiatriemuseum
Thomas Müller, Leiter des Psychiatriemuseums
Mainzer Straße 7, 04109 Leipzig
Öffnungszeiten: Mi bis Sa, 13-18 Uhr
Tel: 0341-14061413 Mobil: 0178 / 4487064
E-Mail: museum@durchblick-ev.de
www.psychiatriemuseum.de
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