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Krautheim (ddp). Reisen sind für Rollstuhlfahrer und Menschen mit körperlichen Behinderungen mit vielen Hindernissen verbunden. Die Anreise sowie Unternehmungen am Reiseziel gestalten sich oft schwierig, und auch bei der Unterbringung müssen die Urlauber mit Komplikationen rechnen. "Betroffene sollten ihre Ferien langfristig planen und sich vorher genau informieren", rät Peter Reichert, Pressesprecher des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK).
Nützliche Informationen erhalten Interessierte beispielsweise bei Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sowie beim BSK. "Wir übernehmen einen Teil der Recherche und geben Erfahrungsberichte weiter", erläutert Reichert. Auf Empfehlungen anderer Reisender könnte man sich in der Regel am besten verlassen.
Darüber hinaus sollten sich Betroffene detailliert über die Situation in der Urlaubsregion erkundigen. "Sie können beispielsweise im Hotel erfragen, wie breit die Türen sind und ob das Bad barrierefrei zu benutzen ist", betont der Fachmann. Wichtig sei es, sich die Angaben schriftlich bestätigen zu lassen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Für Alleinreisende bildet der BSK ehrenamtliche Reiseassistenten aus. In Seminaren werden die Helfer im Umgang mit dem Rollstuhl und im pflegerischen Bereich geschult. "Die körperbehinderten Menschen können sich bei uns melden. Dann stellen wir den Kontakt zu einem Assistenten her", erklärt der Sprecher das Prozedere. Allerdings müsse der Reisende die Reisekosten für den Betreuer übernehmen.
Grundsätzlich sollte für Körperbehinderte jede Art des Reisens möglich sein. Von Last-Minute-Entscheidungen raten die Fachleute jedoch ab. Vorsicht sei auch beim Zugfahren geboten. Reichert: "Nicht immer sind die Bahnsteige mit dem Rollstuhl passierbar." Oft fehle es an Personal für die Hebelifter an den Waggontüren. Wer fliegen will, sollte bei den Airlines rechtzeitig einen der speziellen Rollstuhlplätze reservieren.
In der Bundesrepublik haben sich bestimmte Urlaubsregionen wie einige Nordseeinseln, Heilbäder oder das Gebiet rund um den Bodensee das barrierefreie Reisen auf die Fahnen geschrieben. Für Auslandsreisen empfehlen die Experten Skandinavien, die USA und Kanada. Angebote wie Städte- und Studienreisen, Jugend- und Aktivreisen, Gruppen- und Individualreisen enthält der Katalog "BSK- Urlaubsziele Programm 2006". Die Bestellung ist möglich beim BSK e.V., Reiseservice, Altkrautheimer Straße 20, 74238 Krautheim (bitte einen adressierten und mit 1,44 Euro frankierten Din-A4-Rückumschlag beilegen).
Weitere Tipps und Links stellt der Verband im Internet unter www.bsk-ev.org bereit.
Informationen gibt es außerdem unter www.asb.de, www.caritas.de oder www.drk.de.
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