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Chemnitz (ddp). Im Streit um die Praxisgebühr hat Barmer-Chef Eckart Fiedler Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) den Rücken gestärkt. Er gehe davon aus, dass schon in den nächsten Monaten immer weniger Patienten die zehn Euro in den Arztpraxen zahlen müssen, sagte Fiedler der Chemnitzer "Freien Presse" (Dienstagausgabe). "Wer freiwillig auf den direkten Facharztbesuch verzichtet, dem kann die Kasse die Praxisgebühr erlassen", fügte er hinzu. Der Gesundheitskompromiss schreibe diesen Weg ausdrücklich vor. Die Praxisgebühr sei von Anfang an als Steuerungselement zur Durchsetzung des Hausarztmodells gedacht gewesen.
Die Barmer Ersatzkasse werde noch im zweiten Halbjahr 2004 ihren Versicherten ein solches Angebot machen, kündigte Fiedler an. Diese Lotsenfunktion des Hausarztes trage auch zu mehr Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen bei. Eine ungezielte Konsultation von Fachärzten habe immer überflüssige medizinische Leistungen zur Folge, die jährlich erhebliche Kosten verursachen, sagte der Barmer-Chef. Er rechne mit großem Interesse der Patienten an dem Hausarztmodell. Auch vom Hausarztverband gebe es positive Signale.
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