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Berlin (ddp). Die Unions-Fraktion dringt auf eine Facharztausbildung für Schönheitschirurgie. Zur Begründung führten die CDU-Abgeordneten Gitta Connemann und Ursula Heinen am Mittwoch in Berlin an, dass die Zahl der Patienten immens steige und die medizinischen Risiken erheblich seien. Der Verbraucherschutz müsse auch hier gewährleistet sein. Bislang gibt es lediglich eine Fachausbildung für plastische Chirurgie, die auf medizinisch notwendige Eingriffe, etwa nach einem Unfall, spezialisiert ist.
Den Angaben der Unions-Fraktion zufolge gewinnt die kosmetische Korrektur eine immer größere Bedeutung. Hätten sich 2001 noch etwa 400 000 Deutsche für ihre Schönheit unters Messer gelegt, waren es 2002 bereits mehr als 800 000. Für 2003 wird die Zahl auf über eine Million geschätzt. Besonders bei der jüngeren Generation sei das Thema aktuell, sagte Connemann.
Die beiden CDU-Politikerinnen nannten es problematisch, dass sich die Schönheitschirurgie außerhalb der gesetzlich geregelten Weiterbildung der Ärzteschaft entwickelt habe. Jeder approbierte Mediziner könne sein Behandlungsangebot auf Fettabsaugen oder Brustvergrößerung erweitern. Auch viele spezialisierte Institute, die ästhetische Operationen anbieten, fielen aus der ärztlichen Aufsicht heraus. Lediglich die staatlichen Gesundheitsämter und Gewerbeaufsichtsämter übten hier eine Kontrolle aus.
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