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Hamburg (ddp). Obwohl die gesetzlichen Krankenkassen die Gehälter ihrer Vorstandsmitglieder nach dem Gesundheitsmodernisierungs-Gesetz seit 2004 offenlegen müssen, halten die Vorstände von 20 Krankenkassen ihr Einkommen weiter geheim. Wie die die "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe) vorab berichtete, geht das aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei-Abgeordneten Gesine Lötzsch hervor. Seit 2004 ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Krankenkassen-Vorstände ihre Gehälter einmal pro Jahr im Bundesanzeiger veröffentlichen müssen.
Diese Veröffentlichspflicht haben dem Blatt zufolge Vorstände von 19 Betriebskrankenkassen nicht erfüllt, unter anderem der Bertelsmann BKK, der BKK Diakonie, der BKK Dr. Oetker, der BKK Hoechst sowie der BKK Demag Krauss-Maffai. Zu den Verweigerern gehören auch die Manager der Techniker Krankenkasse. TK-Vorstandschef Norbert Klusen habe zwar sein Jahresgehalt von 216 730 Euro in Interviews genannt, aber nicht wie vorgeschrieben im Bundesanzeiger veröffentlicht, schrieb die Zeitung. Stattdessen klage Klusen gegen die Vorschrift und dringe auf Gleichbehandlung. Auch Sparkassenvorstände und Rundfunk-Intendanten sollten ihre Gehälter offenlegen. Lötzsch sagte dem Blatt: "Die Bundesregierung muss endlich Druck machen. Die Vorstände müssen die Karten auf den Tisch legen."
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