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Berlin (ddp). Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, hat seine Forderung nach einer Umgestaltung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unterstrichen. "Vier Arbeitnehmer finanzieren derzeit mit ihren Beiträgen einen Rentner, demnächst werden es drei sein. Das kann nicht lange funktionieren. Deshalb brauchen wir unterschiedliche Tarife, die das Alter und Krankheitsrisiko der Versicherten berücksichtigen", sagte Köhler am Dienstag in Berlin.
Zusätzlich würden Altersrückstellungen innerhalb einer Generation gebraucht. Denkbar wären beispielsweise die "durchschnittlichen Krankheitskosten je Altersjahrgang als Rechengrundlage", sagte Köhler weiter.
Von den Betriebskrankenkassen hieß es dazu, Veränderungen müssten an der Organisation des Risikostrukturausgleichs vorgenommen werden, der Ausgleich selbst sei aber nicht fraglich. Die Solidarität der Gesunden mit den Kranken und der Jungen mit den Alten sei "ein Kernbestand" der GKV. Höhere Beiträge für ältere oder kränkere Menschen lehne man daher ab, sagte der Sprecher des BKK-Bundesverbandes, Florian Lanz.
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