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Übersicht "Meldung vom Tage" (Januar 2006) |
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Studie: Mindestens 1,8 Millionen Menschen leben ohne staatliche Hilfe
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ddp
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Düsseldorf (ddp). Die Zahl der in Deutschland in Armut lebenden Menschen ist offenbar deutlich höher als die Statistik aussagt. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie gibt es neben den 2,8 Millionen Menschen, die staatliche Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten, mindestens 1,8 Millionen Bedürftige ohne öffentliche Unterstützung. Nach Recherchen der Frankfurter Wirtschaftswissenschaftler Richard Hauser und Irene Becker kamen im Jahr 2003 auf drei Empfänger von Sozialhilfe "mindestens zwei, eher drei Berechtigte", die sich nicht bei den Behörden meldeten. Die Studie wurde von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gefördert.
Nach der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe dürfte die Zahl tendenziell gesunken sein, schreiben die Armutsforscher weiter. Deutlich überproportional von verdeckter Armut betroffen seien allein stehende Frauen über 60 Jahre. Zudem gebe es Indizien, dass das auch für die ausländische Bevölkerung gilt. Als arm definiert die Untersuchung Menschen, die nicht über das gesetzlich festgelegte Existenzminimum verfügen.
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