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Gera (ddp-lth). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) befürchtet wachsendes Verarmungsrisiko für ältere Arbeitslose. Grund sei die ab Februar geltende Verkürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes von 32 auf 18 Monate, sagte die DGB-Vorsitzende der Region Ostthüringen, Renate Licht, am Mittwoch in Gera. Selbst langjährige Erwerbstätige, die 20 oder 30 Jahre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt hätten, würden bei Arbeitslosigkeit schnell auf "Hartz IV" verwiesen.
Allein in Gera erhielten den Angaben zufolge im Dezember 2005 ein Zehntel aller Menschen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren Arbeitslosengeld II. Mehr als 15 Prozent der Geraer Bevölkerung sei bereits auf diese "Mindestsicherung auf dem Niveau der Sozialhilfe" angewiesen, betonte Licht. Sie müssten ein Leben am Rande der Armut führen, fügte sie hinzu.
Nachbesserungen sind laut Licht dringend notwendig, um einem Anstieg des Verarmungsrisikos entgegenzuwirken. Der DGB regt nach eigenen Angaben deshalb eine gemeinsame Initiative von Wirtschaft, Arbeitsagentur und Stadt an, um bessere Chancen für Ältere auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Zusätzliche Mittel von rund einer Million Euro könnten dazu aus einem Sonderprogramm der Bundesagentur für Arbeit kommen.
www.dgb-ostthueringen.de
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