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Ottobrunn (ddp). Singen mit der ganzen Familie? Wie altmodisch. Die CD kann's ohnehin viel besser. "Nur Mut", hält Musikpädagogin Dorothée Kreusch-Jacob dagegen. Beim Singen komme es nicht auf Perfektion an. Mit ganz einfachen Mitteln könne man durch Musik die kindliche Entwicklung fördern und zugleich jede Menge Spaß mit seinen Kindern erleben.
Denn "jedes Kind ist musikalisch", sagt die Pianistin und Schriftstellerin aus Ottobrunn bei München, die zahllose Lieder und Musikstücke für Kinder geschrieben hat (z.B. "Hol dir ein Gelb aus der Sonne". Meine schönsten Lieder, Patmos Verlag, 19,90 EUR). Schon im Mutterleib nähmen die Kleinen Klänge auf: "Die Anlagen zum Hören werden vor der Fähigkeit entwickelt, Sprechen zu lernen", sagt Kreusch-Jacob. Man müsse Kinder nur beobachten: "Sie bewegen sich zu Musik, sie singen in die Welt hinaus."
Umso schöner sei es, wenn sie von Anfang an auch mit "Klängen" gefüttert würden: Gesummte Wiegenlieder, Melodien aus Kindertagen, die den Eltern jetzt wieder in den Sinn kommen. "Man fängt doch oft ganz automatisch an zu summen oder zu singen, wenn man ein kleines Kind im Arm hält", sagt die Musikerin.
Der eigene Gesang müsse nicht perfekt sein: "Es macht nichts, wenn man falsch singt." Denn es gehe ja nicht nur um die Töne, "sondern darum, was die Kinder dabei erleben: Das Gefühl der Geborgenheit, die Vibration der Klänge, die fröhliche Stimmung".
Und wie nebenbei bekomme das Kind beim Singen und Musizieren entscheidende Entwicklungsimpulse. Musik helfe bei der Sprachentwicklung, sensibilisiere alle Sinne und das Wahrnehmungsvermögen, könne Ängste und Spannungen lösen: "Man muss sich nur darauf einlassen", sagt Kreusch-Jacob.
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